1407 Menschen ließen sich für Alicia und Thadeus typisieren

Es hat nicht weh getan: Pascal Schmidt ließ sich von Anja Riehn Blut abnehmen, während Vanessa Vielhauer (hinten, von links), Alicia und Philipp Horst zuschauten. Foto: Schrader

Hardegsen. Die Typisierungaktion in der Hardegser Grundschule war aus Sicht der Organisatoren ein voller Erfolg: 1407 Menschen ließen sich in die Stammzellenspenderdatei aufnahmen.

Kurz bevor am Sonntag um 11 Uhr die Türen für die Typisierungsaktion für Alicia und Thadeus geöffnet wurden, hatte sich bereits eine lange Schlange vor der Hardegser Grundschule gebildet. Groß war das Interesse der Menschen, sich ins Register der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufnehmen zu lassen: 1407 Neuspender waren es am Ende des Tages.

Bereits in der ersten Stunde ließen sich über 300 Freiwillige Blut abnehmen. „Die Röhrchen nehmen wir heute mit nach Köln zur Zentrale und morgen wird das Blut in unserem Labor in Dresden untersucht“, sagte Konstanze Burkard, DKMS-Teamleiterin für den Bereich Spender-Neugewinnung, und ergänzte: „Jede Aktion mit über 1000 Spendern macht uns glücklich.“ Im April konnte die DKMS, die seit 25 Jahren besteht, den sechsmillionsten Spender weltweit begrüßen.

„Meine Tochter Alicia hat sich riesig gefreut, dass so viele Helfer beim Aufbau und bei der Typisierung mit angepackt haben“, sagte Philipp Horst. Auch der Vater der Siebenjährigen zeigte sich glücklich über die Unterstützung durch Feuerwehr, Stadt Hardegsen mit Bürgermeister und Bauhof, Schule und Kindergarten. „Es ist bombastisch, dass alle hier sind und alles gut abläuft“, ergänzte der 36-Jährige. Schließlich gehe es darum, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich registrieren zu lassen. Viele Betroffene weltweit würden auf eine rettende Stammzellenspende warten.

„Wir freuen uns über die große Anteilnahme und hoffen auf einen geeigneten Spender für Alicia und für Thadeus“, sagte Markus Schmack, während er am Glücksrad stand. Sein Bruder Thadeus befindet sich derzeit zur Chemotherapie im Krankenhaus.

Auch Sachspenden gab es viele, die in eine Tombola einflossen. Das Kuchenbüfett war mit 100 gespendeten Torten und Blechen prall gefüllt. Ein örtliches Blumengeschäft spendete gelbe und orangene Rosen, die an die Spenderinnen verteilt wurden. Geldspenden kamen am Sonntag vom Autohaus Raith (900 Euro), von Baustoffe Bierkamp (800 Euro) und aus der Kollekte des Konfirmations-Gottesdienstes in Hardegsen (1335 Euro).

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