19-jährige Hardegserin engagiert sich als Freiwillige in Südafrika

Reist für ein Jahr nach Südafrika: Johanna Hänicke aus Hardegsen freut sich auf ihre Reise und die Erfahrungen, die sie sammeln wird. Foto: Zander

Hardegsen. „Sport has the power to change the world“ - Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern. An dieses Zitat, das einst Nelson Mandela formulierte, glaubt auch Johanna Hänicke.

Die 19-jährige Abiturientin aus Hardegsen reist im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) für zwölf Monate nach Südafrika. In einem Kinderheim in East London will sie Sportprojekte fördern.

„Ich freue mich sehr auf die neue Kultur, den Kontakt mit den Menschen und die Herausforderungen, die mir im Alltag begegnen werden“, sagt Hänicke. Der Gedanke, ein Jahr im Ausland zu verbringen, kam bei ihr recht früh auf.

„Schon als ich in der elften Klasse an einem sechsmonatigen Schüleraustausch in Frankreich teilgenommen habe, wurde mir klar, dass es mich reizt, neue Kulturen kennenzulernen“, erklärt sie. Nach dem erfolgreichen Abitur sei jetzt der richtige Zeitpunkt, für ein Jahr wieder eine neue Kultur zu entdecken.

Ein Freund, der aktuell ein Jahr in Südafrika verbringt, hat Hänicke überwiegend positiv von seinen Erfahrungen berichtet. Dadurch rückte der Standort Afrika in den Fokus. Aber, sagt die 19-Jährige, sie reise auch dorthin, um die Menschen dort zu unterstützen und ihnen zu helfen: „Ich will ihnen ein Lachen ins Gesicht zaubern“.

Über das Programm „Weltwärts“ und den Sportverein ASC Göttingen erhielt Hänicke einen der begehrten Plätze. Nachdem sie zahlreiche Bewerbungsformulare ausgefüllt und an Auswahlgesprächen teilgenommen hatte, musste sie sich zudem beim Landessportbund Niedersachsen, der mit dem ASC Göttingen kooperiert, vorstellen - mit Erfolg.

Ab August wird Hänicke in East London im dortigen „East London Child Youth and Care Center“ arbeiten. Die Organisation, die seit 1924 besteht und sich für notleidende Kinder einsetzt, betreut fünf Kinderheime. Vollwaisen oder Kinder, deren Eltern sich nicht um sie kümmern können, werden dort aufgenommen. Hänicke wird in ihrer Zeit die Hausmütter im „Beacon Bay House“ unterstützen. „Mein Ziel ist es, neben dem Betreuen der Kinder Sportunterricht zu etablieren“, berichtet sie. Bedingt durch einen Lehrermangel werde den Kindern kein Schulsport angeboten. Dabei sei gerade das für die Kinder wichtig. „Ich werde ihnen auch Schwimmunterricht geben, damit sie sich über Wasser halten können. Viele Kinder können nicht Schwimmen“.

Generell ist der Sport für Hänicke ein wichtiges Thema. Sie selbst spielt Volleyball beim MTV Moringen und sagt: „Sport ist eine Art von Kommunikation. Es ist die Möglichkeit, meinen Gegenüber trotz Sprachbarrieren zu verstehen und auch Werte wie Teamgeist und Selbstbewusstsein zu vermitteln.“

Die Kosten für die Reise werden zu 75 Prozent von Weltwärts bezahlt, die restlichen 25 Prozent werden über ihre Entsenderorganisation ASC Göttingen und durch private Spenden finanziert. Spender, die sich an den Kosten von Johanna Hänicke beteiligen wollen, können mit ihr per E-Mail an johanna.haenicke@t-online.de in Kontakt treten.

Hintergrund: Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst

Die Organisation Weltwärts ist eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Sie hilft Jugendlichen, die ein freiwilliges Engagement in einem Entwicklungsland leisten wollen. Mehrere so genannte Entsenderorganisationen unterstützen das Programm von Weltwärts und setzen es um. Dazu zählt auch der ASC Göttingen, der mit dem Landessportbund Niedersachsen kooperiert. Weltwärts finanziert die Reisen zu 75 Prozent aus Bundesmitteln , die restlichen 25 Prozent werden über die Entsenderorganisation und Spenden gedeckt.

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