Gewerbepark soll in Richtung Thüdinghausen erweitert werden

20 Hektar mehr in Hardegsen für neue Unternehmen

Der Gewerbepark Hardegsen (Fläche innerhalb der gelben Markierung) soll in Richtung Norden um zusätzliche 20 Hektar (gelbe Fläche) erweitert werden.
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Der Gewerbepark Hardegsen (Fläche innerhalb der gelben Markierung) soll in Richtung Norden um zusätzliche 20 Hektar (gelbe Fläche) erweitert werden.

Der Gewerbepark Hardegsen soll wachsen.

Hardegsen. Der Hardegser Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung für eine Erweiterung des Gewerbeparks ausgesprochen. Für die Entwicklung der knapp 20 Hektar großen Fläche, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird, soll mit der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH (NLG) aus Harste, die die Planungskosten übernehmen wird, ein entsprechender städtebaulicher Vertrag geschlossen werden.

„Die Zeiten, in denen Kommunen Gewerbeflächen zu Dumpingpreisen anbieten mussten, um Betriebe anzulocken, sind vorbei“, sagte Bürgermeister Michael Kaiser in der Sitzung.

Vielmehr habe die zunehmende öffentliche Kritik an der Ausweisung zusätzlicher Gewerbegebiete zu einer Verknappung und damit zu einer gestiegenen Nachfrage nach geeigneten Flächen geführt.

Derzeit gibt es laut Kaiser bereits drei Unternehmen, die sich für die Erweiterungsfläche des Gewerbeparks interessieren. Eines davon möchte allein auf 40 000 Quadratmetern einen neuen Betrieb errichten. Aus Sicht der Stadtverwaltung, die schon seit Anfang 2019 die Notwendigkeit sehe, zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Hardegsen neue Gewerbeflächen zu erschließen, sei dies eine luxuriöse Entwicklung. Zumal nicht die Stadt, sondern die NLG als Vorhabenträger das Risiko und die Kosten trage, so Kaiser. „Wenn wir jetzt nichts machen, zieht diese Entwicklung, die zusätzliche Arbeitsplätze für Hardegsen bedeutet, an uns vorbei.“

„Wir müssen aber die Anwohner frühzeitig mit ins Boot holen“, wies Ausschussmitglied Patrick Korengel (FBL) darauf hin, dass es in der Vergangenheit mehrfach Beschwerden bezüglich des benachbarten Gewerbegebiets gegeben habe. Insbesondere müsse verhindert werden, dass das aktuelle Gewerbegebiet oftmals nicht wie vorgesehen über die Zufahrt im Bereich der Biogasanlage, sondern über die Brinkfeldstraße angefahren werde. Ansonsten sei die Entwicklung aber zu begrüßen.

Ausschussmitglied Elisabeth Behrens (CDU) bewertete das Vorhaben als „eine gute Sache“. Sie appellierte an ihre Ratskollegen, die Entwicklung voranzutreiben und nicht zu zerreden, wie das derzeit bei der Entwicklung des neuen Industriegebiets West in Northeim der Fall sei.

Aus Sicht von Sandro Wolff (SPD) müsse der Umweltgedanke bei der Entwicklung der Fläche aber unbedingt berücksichtigt werden. Er wollte wissen, welche Art von Betrieben sich dort demnächst ansiedeln können.

Dies, so Bauamtsleiterin Karin Stutz, stehe noch nicht fest und werde erst im Rahmen des öffentlichen Planverfahrens und bei der Aufstellung des Bebauungsplans geregelt.

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