Unternehmen reagiert auf Notrufe aus ganz Deutschland

700 000 Euro für HKS-Leitstelle in Hardegsen

Mitarbeiter in einer Notruf- und Service Leistelle
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Arbeiten in der neuen Notruf- und Serviceleitstelle: Von links Kawa Ahmed, Felix Piorr und Christian Barkefeld.

Eine neue Notruf- und Serviceleitstelle hat die Hardegser HKS Sicherheitsservice GmbH in Hardegsen eingerichtet.

Hardegsen – „Wir haben 700 000 Euro investiert“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter, Heiko Keilholz.

Einbruchsicher und durchschusshemmend sind die beiden Fenster der neuen, insgesamt 500 Quadratmeter großen Zentrale. Überwachungskameras nehmen das Außengelände und die Flure in den Blick. Ein benzinbetriebenes Notstromaggregat kann die Zentrale im Fall der Fälle drei Tage lang mit Strom versorgen. Die Telekommunikation ist über verschiedene Leitungen sichergestellt. Die VdS Schadensverhütung, Europas größtes Institut für Unternehmenssicherheit, hat die Hardegser in der höchsten Stufe zertifiziert.

Geführt wird das zehnköpfige Team der Leitstelle von einem ehemaligen Polizeikommissar, dem Diplom-Verwaltungswirt Nils Andag. Ihm steht Christian Dempewolf als Vertreter zur Seite. „Das Herzstück unseres Unternehmens ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr mit jeweils zwei speziell geschulten Fachkräften besetzt“, berichtet Geschäftsführerin Marie-Luise Keilholz.

1200 Anlagen, die Einbrüche, Brände, Überfälle oder sonstige Störungen in Objekten in ganz Deutschland melden, sind aufgeschaltet. Bei Meldungen leiten die HKS-Mitarbeiter innerhalb von Sekunden die Schritte ein, die zuvor mit den Auftraggebern vereinbart worden sind. Andags Team steuert für Kunden auf Wunsch außerhalb von Geschäftszeiten Tore, Schranken und Türen, lässt Personen und Fahrzeuge ein und aus.

Die Leitstelle verwahrt in einem elektronisch gesicherten Schrank Schlüssel, die die 22 HKS-Kollegen im Streifendienst auf ihren Touren benötigen. Jede Entnahme und Zurückgabe wird dokumentiert. Über einen Panikknopf können die Sicherheitskräfte zudem unterwegs jederzeit, ohne eine Nummer wählen zu müssen, eine Sprechverbindung zur Zentrale herstellen.

„In der Leitstelle gehen alle Notfallanrufe von 1450 Restaurants einer Fast-Food-Kette ein“, berichtet die zweite Geschäftsführerin Anna-Lena Keilholz. Mitarbeitende melden sich dort zum Beispiel, wenn es einen Unfall auf dem Parkplatz, Knochenreste in Chicken Nuggets oder einen Amoklauf gibt.

Geführt von einer Software stellen die Leitstellen-Fachkräfte dann gezielt alle nötigen Fragen. Ihr Bericht wird automatisch an die Verantwortlichen der Fast-Food-Kette sowie Sicherheitskräfte weitergeleitet. (Michael Caspar)

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