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Arbeiten im Wildpark Hardegsen stocken

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Von: Michael Caspar

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Ein aufgerichtetes Erdmännchen.
Nach Ende der Umgestaltung sollen Erdmännchen eine der Hauptattraktionen im Wildpark Hardegsen sein. © Niko Mönkemeyer

Weil sich beim Hardegser Wildpark die Probleme häufen, soll nun der Verwaltungsausschuss einen Arbeitskreis einberufen. Das hat der Hardegser Stadtrat während seiner Sitzung in Hettensen gefordert.

Hettensen/Hardegsen – Auf die vielen Schwierigkeiten hatten Grüne und Hardegsen 21 in einem gemeinsamen Antrag hingewiesen. Das Eingangsgebäude mit Kiosk-Café und Kasse sollte eigentlich seit vergangenem September stehen. Doch die Bauarbeiten ziehen sich hin „wie Kaugummi“, berichtete Bauamtsleiterin Karin Stutz. Zudem ist es bislang nicht gelungen, einen Pächter zu finden. Interessierte sprangen aufgrund der Unsicherheiten, die mit dem Pandemieverlauf verbunden sind, ab.

Beim Erdmännchengehege, das sich zum neuen Besuchermagneten entwickeln soll, wurde gerade erst der Auftrag für die Glasarbeiten erteilt. Und der Rundweg, dessen komplette Abrechnung bis Ende Mai vorgesehen war, liegt auf Eis. Die Stadt musste bereits bewilligte Fördergelder zurückgeben und nun aus einem anderen Topf, dem Leader-Regionalprogramm, neue Mittel beantragen, führte die Bauamtsleiterin aus.

Im städtischen Doppel-Haushalt sind bereits Einnahmen aus dem Ticketverkauf ausgewiesen: 84 400 Euro für 2021 und 168 800 Euro für 2022.

Um wenigstens ein Teil des Geldes hereinzubekommen, schlagen Grüne und Hardegsen 21 vor, aktiv Spenden einzuwerben. Einnahmen ließen sich zudem unter anderem durch – überregional beworbene – Kindergeburtstage und Führungen erwirtschaften. Eintritt soll die Stadt nach Vorstellung der Antragsteller, anders als bisher vorgesehen, auch nach Abschluss der Bauarbeiten nicht erheben. Das lehnte Thomas Spangenberg (FDP) rundweg ab.

Eine Entscheidung müsse bis zu den Haushaltsberatungen im Herbst fallen, betonte Norbert Müller (SPD), der den Finanzausschuss leitet. Der Arbeitskreis soll noch vor den Sommerferien erstmals zusammentreten, um den Park „auf Kurs“ zu bringen, machte Harald Block (Freie Bürgerliste) Druck.   (zmc)

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