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Aus für die Erdmännchen im Hardegser Wildpark?

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Von: Niko Mönkemeyer

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Erdmännchen sitzt im Zoo auf einem Felsen
Erdmännchen: Aus Sicht der FDP sollte der Wildpark Hardegsen aus Kostengründen auf die Haltung dieser in Afrika beheimateten Tierart verzichten. Dieses Exemplar lebt im Zoo Leipzig. © Foto: NIKO MÖNKEMEYER

Die FDP Hardegsen will die Planungen für die Erweiterung des Wildparks neu bewerten

Hardegsen – Die geplante Erweiterung und Neugestaltung des Wildparks Hardegsens muss nach Ansicht der Hardegser FDP-Fraktion vor dem Hintergrund der steigenden Bau- und Energiekosten auf den Prüfstand. In einem entsprechenden Antrag wollen die Liberalen zu diesem Thema von der Verwaltung wissen,

Da die Bauarbeiten sowohl für das geplante Erdmännchengehege als auch für das neue Eingangsgebäude bereits deutlich den ursprünglichen Zeitplan überschritten hätten, sei zu befürchten, dass dies auch für den Kostenrahmen gelte, begründet die FDP ihren Antrag. Dies führe zu einer erheblichen Mehrbelastung der Hardegser Bürger, die diese Neubauvorhaben mit ihren Steuergeldern „nicht unwesentlich“ mitfinanzierten.

Auch wenn eine entsprechende Kostenaufstellung bereits mehrfach eingefordert worden sei, liege diese bislang leider nicht vollständig vor, betont FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Spangenberg. Er hält eine Kostendeckung durch Eintrittsgelder für utopisch und befürchtet, dass die laufenden Aufwendungen für den Wildpark die Stadtkasse auf viele Jahre zusätzlich belasten wird.

Zwei Bauhofmitarbeiter verkleiden die Fassade eines kleinen Tierhauses
Das neue Erdmännchengehege im Wildpark Hardegsen ist fast fertig. © Foto: ROLAND SCHRADER

„Erdmännchen sind keine in Europa heimischen Tiere“, gibt Spangenberg zu bedenken. Aufgrund des hohen Wärmebedarfs dieser Art sei mit einem höheren Energieaufwand zu rechnen. Insofern sollte im Hinblick auf die ungeklärte Erhebung von Eintrittsgeldern nach Alternativen gesucht und auf die Haltung exotischer Tiere notfalls ganz verzichtet werden.

„Bislang ist es immer noch nicht gelungen, den Kioskbereich im Eingangsgebäude zu verpachten“, nennt Spangenberg ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Wildparks. Auch hier zeichne sich ein Debakel für die Stadtkasse ab. „Einnahmen drohen auszufallen, und Eintrittsgelder müssten dann womöglich durch eigenes Personal mit zusätzlichen Personalkosten erhoben werden.“

Ob der Antrag, wie von der FDP gewünscht, zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Stadtplanung und Bau verwiesen wird, entscheidet der Rat der Stadt Hardegsen in seiner nächsten öffentlichen Sitzung. Die findet am Dienstag, 27. September, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Hevensen statt.

Weitere Themen sind dann unter anderem die aktuelle Finanzlage der Stadt, die Bestellung eines Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, die Regelung zur Benutzung der Obdachlosenunterkunft, die Schmutzwassergebühren und die Erweiterung der Kindertagesstätte Gladebeck um eine Krippengruppe.

Zu Beginn und am Ende der Sitzung haben Besucher die Möglichkeit, Fragen an den Rat oder die Verwaltung zu richten.

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