Hardegsen: Bagger macht das Hotel platt

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Start frei: Diese Woche haben die Abrissarbeiten am alten Hotel Drei Kronen begonnen.

Hardegsen. Das Objekt „Drei Kronen" im Herzen Hardegsens wird innerhalb von vier Wochen abgerissen

Die Bagger sind angerückt, um das Hotel Drei Kronen abzureißen. Mehrmals hat es in dem seit vielen Jahren leer stehenden Gebäude gebrannt. Vier Wochen sollen die Abrissarbeiten dauern und 73 000 Euro kosten.

„Die Kosten werden zu zwei Dritteln von Land und Bund bezahlt, weil wir in der Stadtsanierung sind“, sagte Bürgermeister Michael Kaiser der HNA. Was auf der 3300 Quadratmeter großen Fläche im Herzen der Stadt anschließend passiert, ist noch nicht entschieden.

Zwar gibt es laut Bürgermeister bereits eine Anfrage eines Investors, der eine barrierefreie Wohnanlage mit ergänzenden Dienstleistungen bauen will. „Mehrere Bürger haben mich angesprochen, die nach entsprechenden Wohnungen im Zentrum suchen“, sagte Kaiser, der sich eine schnelle und zukunftsfähige Bebauung wünsche.

Die Entscheidung, wie die endgültige Bebauung sein wird, werde der Rat aber erst nach ausführlichen Beratungen treffen. Der mit Stadtratsmitgliedern besetzte „Zukunfts-Ausschuss 2030“ berät derzeit über das Verfahren, wie die Meinungen der Bürger über die verschiedenen Nutzungskonzepte und Ideen eingeholt werden könnten.

Die zukünftige Bebauung wird auch im Sanierungsbeirat „Vor dem Tore“ öffentlich diskutiert, in dem auch Bürger mitwirken. „Transparenz ist sehr wichtig“, erklärte der Bürgermeister.

Ein Anwohner, der sich über den Start der Bauarbeiten freut, ist Gerhard Schulze. „Nach 20-jährigen Leerstand ist das Ende des Schandflecks am Kreisel absehbar“, freute sich der ehrenamtliche Organisator des Stadtmarktes. Er wüste gerne die Pläne des Rates. Für ihn wäre ein Architektenwettbewerb denkbar, der aber mit erheblichen Kosten verbunden wäre und das Risiko berge, keinen geeigneten Investor für die Realisierung zu finden. Auch wäre eine öffentliche Investorensuche möglich. Schließlich könnte auch die Basis befragt werden. Bei dem „Wunschkonzert aller Einwohner“ könnte jeder mit viel Phantasie seine Träume und Visionen bei der Stadt einreichen. Denkbar wären beispielsweise ein Hotel für Tourismus, eine Multifunktionshalle für Veranstaltungen, eine Markthalle mit Parkhaus oder ein Mehrgenerationenhaus. Die Frage wäre nur, wer zahlt. (zsv)

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