Bald Erdmännchen in Hardegsen hinter Glas?

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Demnächst im Wildpark Hardegsen zu sehen: Erdmännchen

Hardedgsen - Die Pläne für die Neugestaltung des Wildparks nehmen Gestalt an.

Eine moderne Anlage zur Haltung von Erdmännchen, die Verlagerung des Eingangs an die Kreisstraße Richtung Ertinghausen sowie die Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Tierhauses stehen bei der begonnenen Umgestaltung des Hardegser Wildparks (wir berichteten) als nächste Ziele auf dem Plan.

Der Ausschuss für Planung, Bauen und Umwelt sprach sich in seiner jüngsten Sitzung für die Umsetzung der entsprechenden Pläne aus – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Kosten für die Stadt den im Hauhalt 2019 dafür vorgesehenen Posten von 40 000 Euro nicht überschreiten.

Da dieser Betrag bei Weitem nicht ausreicht, um das ehrgeizige Bauvorhaben zu finanzieren, ist die Stadt Hardegsen auf Zuschüsse angewiesen. Im aktuellen Finanzierungsplan werden die Gesamtkosten mit rund 268 500 Euro angegeben, wobei auf das Eingangsgebäude 175 500 Euro entfallen und das Erdmännchengehege mit 93 000 zu Buche schlägt.

Als größte Einnahme rechnet die Stadt Hardegsen Zuwendungen von 161 000 Euro aus dem sogenannten „Leader“-Programm des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung dagegen. Die Vorstellung des Vorhabens sei an entsprechender Stelle auf uneingeschränkte Zustimmung gestoßen, betont Bürgermeister Michael Kaiser. Derzeit werde die Höhe der Kosten geprüft. Mit einer Entscheidung rechnet Kaiser noch in dieser Woche.

Weitere Zuschüsse sollen beim Landkreis Northeim, bei der Sozial- und Sportstiftung sowie der KSN-Stiftung beantragt werden. Sollte das nicht klappen, könnte die Stadt Hardegsen auf den Posten „Hochbaumaßnahmen“ zurückgreifen, der mit 90 000 Euro im Haushalt eingeplant ist.

Der Eingang soll an die Kreisstraße Richtung Ertinghausen verlegt werden. Dazu soll das Tierhaus durch einen Anbau verlängert werden,.

Die SPD/CDU-Gruppe im Hardegser Rat hat zu diesem Thema die Verwaltung aufgefordert, die Öffentlichkeit besser über die Pläne für den Wildpark zu informieren, als das bisher der Fall gewesen sei. „Auch wir wollen, dass diese Naherholungsmöglichkeit fit gemacht wird für kommende Jahre“, so SPD-Ratsherr und Bauausschussmitglied Sandro Wolf. Dafür sei es aber wichtig, alle Einzelmaßnahmen aufeinander abzustimmen und der Öffentlichkeit ein Gesamtkonzept zu präsentieren.

„Wir geben zu bedenken, dass sich der neu geplante Eingang nicht mehr wie gewohnt gut einsehbar am südlichen Rand des Wildparks befindet“, so Wolff.

Bislang sei das Thema hauptsächlich in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt worden, und dass jetzt im Fachausschuss die erste Kostensteigerung von 55 000 Euro bekannt gegeben worden sei, verwundere die Mehrheitsgruppe.

Kaiser erklärte dazu, dass die ursprünglich angenommenen Kosten von 120 000 Euro für den Bau des Eingangsgebäudes angehoben werden mussten, nachdem die im Ausschuss „Hardegsen 2030“ empfohlenen Änderungen bezüglich des Eingangsbereichs eingearbeitet worden seien.

Hauptargument dafür, den Eingangsbereich an den westlichen Rand des Wildparks zu verlegen, sei, dass sich der bisherige Eingang in einem Überschwemmungsbereich befindet. Darüber hinaus gebe es am neuen Standort bereits eine Bebauung, die lediglich erweitert und modernisiert werden müsse. Die höhere Lage des Eingangs eröffne darüber hinaus die Möglichkeit, dort einen Aussichtspunkt zu schaffen, von dem aus die Besucher die gesamte untere Parkfläche einsehen könnten.

Bei der Planung des neuen Gebäudes wurde auch berücksichtigt, dass Besucher kontrolliert werden können. Bislang ist der Besuch kostenlos, aber die Einführung eines Eintrittsgeldes wird im Zusammenhang mit der Neugestaltung wieder diskutiert. Ob künftig der Besuch etwas kostet, sei von der Entscheidung der Politik abhängig, so Kaiser. In jedem Fall werde der Eintritt dann aber auf niedrigem Niveau familienfreundlich gestaltet.

Hauptattraktion soll nach den Worten Kaisers das neue Erdmännchengehege werden, das mit fünf bis sieben Tieren besetzt werden soll. Die geplante Anlage ist so konzipiert, dass Besucher die Tiere aus verschiedenen Blickwinkeln beobachten können. Nicht nur die Außenanlage, sondern auch der Innenstall wird Glaswände bekommen, sodass die kleinen, in Afrika beheimateten Raubtiere auch bei kaltem Wetter zu sehen sein werden.

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