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Bauern freuen sich auf Besucher beim Tag des offenen Hofes im Landkreis Northeim

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Von: Niko Mönkemeyer

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Frauen und Männer stehen vor einem Traktor und halten ein Werbebanner für den Tag des offenen Hofes
Sie wollen über Landwirtschaft informieren: Betriebsleiter Arne Fitzner (v.l.) und Geschäftsführerin Claudia Eicke-Schäfer vom Schulbauernhof Hardegsen. Anika und Arnd Berner aus Opperhausen sowie Jörge Penk aus Großenrode mit Claus Hartmann, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Landvolk Northeim-Einbeck. © Niko Mönkemeyer

Das Landvolk Northeim-Einbeck lädt zum Tag des offenen Hofes ein.

Hevensen – Die Vorbereitungen für den Tag des offenen Hofes am Sonntag, 19. Juni, laufen in den drei Betrieben aus dem Landkreis Northeim, die daran teilnehmen werden, bereits auf Hochtouren.

Bei der Aktion, die von 10 bis 17 Uhr läuft, ist neben dem Biohof Berner in Opperhausen und dem Biolandbetrieb Penk in Großenrode auch der Internationale Schulbauernhof Hardegsen in Hevensen.

Dort läuft nicht nur der landwirtschaftliche Betrieb, sondern auch die pädagogische Arbeit mit Kindern wieder auf normalem Niveau. In den vergangenen zwei Jahren hatte die mehrfach ausgezeichnete Bildungseinrichtung besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie zu leiden, weil keine Gäste empfangen werden durften. Der damit verbundene Einnahmeverlust führte sogar dazu, dass Mitarbeiter entlassen werden mussten und der Tierbestand verkleinert wurde (HNA berichtete).

„Wir sind froh, dass jetzt alles wieder normal läuft und freuen uns auf den Tag des offenen Hofes“, sagt Leiterin Claudia Eicke-Schäfer, die erst im Oktober 2019 die Verantwortung übernommen hatte. Sie betont, dass der Hof ohne Zuwendungen aus Bundes- und Landeshilfen nicht überlebt hätte.

„Da die Unterbringung von Schülergruppen nicht möglich war, mussten wir notgedrungen neue Ideen entwickeln“, sagt Eicke-Schäfer. Das Konzept, statt eines mehrtägigen Aufenthalts mit Übernachtung den Hof regelmäßig einmal in der Woche zu besuchen, sei bei den Schulen aus dem näheren Umkreis von Hardegsen so gut angekommen, dass es weiter fortgeführt werde. „Zu unseren Übernachtungsgästen haben wir jetzt also auch noch regelmäßig zusätzliche Tagesgäste und damit eine noch viel größere Auslastung als vor der Pandemie“, schildert Eicke-Schäfer die aktuelle Situation. „Inzwischen konnten wir auf dem Hof dadurch auch wieder mit der Milchproduktion beginnen, da es nun endlich wieder genügend Abnehmer gibt.“

Das neue Team des Schulbauernhofs hat sich vorgenommen, den Tag des Hofes als Hoffest zu gestalten, bei dem die Besucher die Möglichkeit haben werden, gemütlich beisammenzusitzen aber auch hinter die Kulissen zu schauen. „Wir planen kein festgelegtes Programm, sondern möchten unseren Besuchern einfach nur einen entspannten schönen Tag auf unserem Hof bieten“, sagt Betriebsleiter Arne Fitzner. „Aber selbstverständlich werde ich bei Bedarf auch Führungen anbieten.“

„Wir freuen uns, dass sich auch diesmal wieder einige Betriebe bereit erklärt haben, beim Tag des offenen Hofes mitzumachen“, sagt Claus Hartmann, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Landvolk Northeim-Osterode, denn die Teilnahme sei natürlich mit einem großen zeitlichen und personellen Aufwand für die Betriebe verbunden.

Das Landvolk Niedersachsen veranstaltet den Tag des offenen Hofes bereits zum zwölften Mal, seit 1997 alle zwei Jahre, wobei landesweit jeweils rund 500 000 Besucher auf den Höfen begrüßt werden konnten, pro Hof zwischen 2000 und 5000. In diesem Jahr sind in ganz Niedersachsen 70 Höfe dabei.

„Ziel der Aktion ist es, den Besuchern die Vielfalt der Landwirtschaft deutlich zu machen“, erklärt Ann-Christin Elsner, die beim Kreisbauernverband unter anderem für die Planung von Projekten zuständig ist. Vor dem Hintergrund der aktuellen öffentlichen kritischen Diskussion um das Thema Landwirtschaft gehe es aber auch darum, das Vertrauen der Verbraucher wieder zu gewinnen.

„Die Betriebe werden ihre Produkte anbieten, und Aussteller aus dem Bereich oder dem Umfeld der Landwirtschaft werden sich an Informationsständen präsentieren“, beschreibt Elsner das Veranstaltungskonzept. Für Kinder gebe es darüber hinaus einen Streichelzoo und eine Hüpfburg. (Niko Mönkemeyer)

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