Platz für Wohnungen und Gewerbeeinheiten

Drei-Kronen-Areal in Hardegsen: Bebauung rückt immer näher

Auf dem Drei-Kronen-Areal in Hardegsen ist Platz für Wohnungen und Gewerbeeinheiten.

Hardegsen. Die Neubebauung des Drei-Kronen-Areals in Hardegsen rückt in greifbare Nähe. Der Bauausschuss segnete in seiner Sitzung vor 40 Zuhörern im Musikraum der Grundschule einen Entwurf des Northeimer Architekturbüros Albrecht und Weisser ab.

Dieser umfasst drei Gebäudekomplexe, die einen nicht ganz geschlossenen Hof mit Platzcharakter umfassen. Bis zu 30 Prozent der Flächen könnten als Gewerbeeinheiten gestaltet werden, die übrige Fläche als Raum für kleine und mittlere Wohnungen mit maximal drei Zimmern.

Ortskenntnisse

Architekt Mathias Albrecht, der sein Büro in früheren Jahren in Hardegsen betrieb und von daher die Verhältnisse vor Ort bestens kennt, sagte, kleine und mittlere Wohnungen für Singles und Familien seien Mangelware in Hardegsen. Er sehe für die rund 20 barrierefreien Einheiten, die auf dem knapp 3300 Quadratmeter großen Areal am Stadteingang einen Bedarf. Ebenso für die Gewerbeeinheiten.

Für die Gewerbeeinheiten kämen Dienstleister in Frage, beispielsweise Praxen, Büros oder Cafés. Insgesamt beträgt die Nutzfläche nach dem bisherigen Stand der Planungen rund 2000 Quadratmeter, 1500 Quadratmeter für Wohnen und 500 Quadratmeter für Gewerbe. Für die Nutzer und Besucher könnten insgesamt 40 Pkw-Stellplätze geschaffen werden.

Bürgermeister Michael Kaiser erklärte, zwei Investoren hätten bereits Interesse bekundet, sich auf dem Areal des abgerissenen Hotels und des so genannten „Herwig-Anbaus“, in dem sich das Postverteilzentrum befand, zu engagieren. Die Stadt möchte mit ihnen auf Grund des Bebauungsvorschlags von Mathias Albrecht verhandeln. Verkauft werden soll das Grundstück mit der Auflage einer Bauverpflichtung. Der Verkauf soll dabei zu Konditionen abgewickelt werden, die mit den Grundsätzen der Städtebauförderung vereinbar sind und sich am amtlichen Bodenrichtwert orientiert, empfahl der Ausschuss einstimmig.

Gewarnt wurde aus der Zuhörerschaft davor, dass Hauptgebäude des Drei-Kronen-Areals keinesfalls höher als das gegenüberliegende Rathaus zu bauen. „Wir wollen keinen Fremdkörper in der Stadt.“ Insgesamt wurde das Projekt begrüßt.

Variabel bauen

Bauausschussmitglied Rainer Lutter (Hardegsen 21) sprach sich für eine Begrenzung auf zwei Vollgeschosse und Satteldächer aus. Gerald Korengel (FDP) fragte, ob neue Gewerbeeinheiten angesichts des Leerstands von Geschäften in der Innenstadt sinnvoll seien. Er schlug vor, so variabel zu bauen, dass die Flächen auch für seniorengerechtes Wohnen genutzt werden könnten. (zhp)

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