Bei 2,8 Millionen Euro ist Schluss

Kosten für Sanierung des Hardegser Burgbades wurden gedeckelt

Junge springt im Freibad vom Startblock ins Wasser
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Mit der geplanten Sanierung soll der langfristige Erhalt des Hardegser Burgbades gesichert werden, damit auch künftig dort das Baden und Aktionen wie hier das Schwimmfest des HSV möglich sind. archiv

Der Hardegser Rat hat „in letzter Minute“ die Chance auf eine Förderung für die Sanierung des Freibades bewahrt.

Hardegsen – Für die geplante Sanierung des Hardegser Burgbades (wir berichteten) ist die Umschichtung des städtischen Haushalts nötig. Das ist laut Mitteilung der SPD/CDU-Gruppe im Hardegser Rat das Ergebnis eines informellen Gesprächs, zu dem die Hardegser Stadtverwaltung den Stadtrat eingeladen hatte.

Die Gesamtkosten der Sanierung werden laut Hans-Jürgen Scholz, Vorsitzender der SPD/CDU-Gruppe, auf 2,8 Millionen Euro gedeckelt. Damit könne das Vorhaben finanziell nicht aus dem Ruder laufen.

Inwieweit sich die Stadt mit mehr Eigenleisungen als ursprünglich geplant einbringen müsse, sei noch zu klären, und auch die Details zur Gegenfinanzierung habe man in der Kürze der Zeit noch nicht erörtern können.

Hintergrund für das kurzfristige Treffen, das in der vergangenen Woche stattfand, sei die Ablehnung von Verwaltungsausschussmitgliedern anderer Ratsgruppen gewesen, per Umlaufbeschluss in dieser Sache wichtige Entscheidungen zu treffen, erklärt Scholz.

Diese Art der Abstimmung sei jedoch aufgrund der Corona-Pandemie momentan der einzig vernünftige Weg, Beschlüsse herbeizuführen, betont er und verweist darauf, dass der Rat der Stadt Hardegsen das in seiner Dezembersitzung auch einstimmig beschlossen habe.

Um die Chance zu erhalten, Fördermittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro für die Burgbadsanierung zu bekommen und so den langfristigen Erhalt des Bades zu sichern, sei ein kurzfristiger Beschluss nötig gewesen, damit die geltenden Fristen eingehalten werden können.

Die SPD/CDU-Gruppe habe sich für eine entsprechende Vorlage der Verwaltung starkgemacht, so Scholz. Und gemeinsam habe man bei dem Gespräch sehr deutlich auf die Folgen hingewiesen, die die Blockade eines solchen Beschlusses haben würde. Das habe letztendlich dazu geführt, dass einige Ratsmitglieder ihre ablehnende Haltung geändert hätten. Insofern sei der Hardegser Stadtverwaltung dafür zu danken, dass sie mit ihrer Einladung zum informellen Gespräch „in letzter Minute“ die Chance auf eine nachhaltige Sanierung des Burgbades gewahrt habe.

Die Ratsgruppe SPD/CDU stehe nach wie vor hinter der Sanierung, bekräftigt Scholz. Nicht nur weil das Burgbad bei den Besucherzahlen unter den Bädern im Landkreis immer ganz oben stehe, sondern weil es auch ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit sei.

Scholz: „Es ertrinken immer mehr Menschen in unserem Land, weil sie nicht mehr schwimmen lernen können.“

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