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Bürgersolarpark Hardegsen jetzt am Netz

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Von: Niko Mönkemeyer

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Photovoltaik-Anlage am Umspannwerk wurde in Betrieb genommen

Blick aus der Vogelperspektive auf einen Solarpark
Diese Teilfläche des neuen Bürgersolarparks wurde westlich der Bundesstraße 241 in der Nähe des Hardegser Umspannwerks mit Solarmodulen bestückt. Eine zweite Fläche befindet sich zwischen dem Umspannwerk und der Bundesstraße 446. © Roland Schrader

Hardegsen – Was im Jahr 2021 mit einer Absichtserklärung begann, ist nun fertig: Der Bürgersolarpark Hardegsen wurde gestern offiziell in Betrieb genommen.

Auf einer Gesamtfläche von zwölf Hektar wurden seit dem ersten Spatenstich im Mai dieses Jahres auf zwei Teilflächen neben dem Umspannwerk Hardegsen eine Photovoltaik-Anlage gebaut, die mit insgesamt 26 000 Solarmodulen pro Jahr 11 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen wird. Das reicht für die Versorgung von 3200 Haushalten. Pro Jahr können mit der Anlage 3800 Tonnen CO2 eingespart werden.

Durch die aufgeständerte Bauweise wurde der Boden geschont und nur auf kleinen Flächen versiegelt. Zwischen den Modulen sollen künftig Schafe weiden können.

Die Idee für dieses Projekt wurde zunächst in der Bürgerenergie-Genossenschaft Hardegsen entwickelt, die 2011 mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Grundschule an den Start gegangen ist und in den folgenden Jahren weitere Anlagen realisiert hat. Als man über die Pläne für einen Solarpark diskutiert habe, sei dann aber schnell klar gewesen, dass die Umsetzung eines so großen Projektes allein mit ehrenamtlicher Tätigkeit nicht möglich gewesen wäre, sagte Karin Hagedorn vom Vorstand der Bürgerenergie Hardegsen bei der offiziellen Inbetriebnahme. Bei der EAM habe man dann interessierte und kompetente Ansprechpartner gefunden.

Hagedorn lud interessierte Bürger ein, durch eine Mitgliedschaft in der Bürgerenergiegenossenschaft Hardgsen „ein Teil der Energiewende“ zu werden.

„Wir haben uns als Unternehmen konsequent nachhaltig positioniert und begleiten Kommunen in unserem Netzgebiet bei der Umsetzung der Energiewende“, betonte EAM-Geschäftsführer Olaf Kieser. Deshalb habe man sich ganz besonders über „dieses wichtige Projekt gefreut“.

Die Gesamtinvestition liegt bei 7,5 Millionen Euro, die zum größten Teil von der EAM getragen werden. An diesen Kosten beteiligt sich die Genossenschaft mit bis zu 900 000 Euro.

Bürgermeister Lars Gunnar Gärner verwies darauf, dass Hardegsen bereits seit 2019 mehr Energie erzeuge als verbraucht werde. Insofern tue Hardegsen etwas für die Energiewende und damit auch für Deutschland.

Aus Sicht von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ist der Hardegser Solarpark ein „weiteres gutes Beispiel dafür, was kommunale Akteure gemeinsam schaffen können“. Dank solcher Projekte sei der Landkreis Northeim Vorreiter beim Klimaschutz und beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die starke Bürgerbeteiligung, wie es sie bei diesem Projekt gebe, könne auch ein Modell für Windkraftanlagen sein, betonte die Landrätin. „Vielleicht gibt es dann in der Bevölkerung mehr Zuspruch für die Windenergie.“ (Niko Mönkemeyer)

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