15-jährige Charlotta von Carnap

Deutsche Skat-Jugendmeisterin kommt aus Hardegsen

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Charlotta von Carnap und Lewis Erckenbrecht mit ihren Trophäen.

Hardegsen/Lagershausen. Der Skat-Club Grand Hand Hardegsen kann stolz sein auf seine Jugendarbeit sein.

Charlotta von Carnap aus Lagershausen, die seit viereinhalb Jahren in Hardegsen trainiert, ist Deutsche Meisterin im Jugend-Skat. Nachdem sie sich in den vergangenen Jahren bereits zweimal in der Schüler-Altersklasse den Titel gesichert hatte, ließ jetzt in der Jugend-Klasse die gesamte Konkurrenz hinter sich - darunter auch Lewis Erckenbrecht aus Hardegsen, der ebenfalls für den Hardegser Skat-Verein startet und in diesem Jahr den dritten Platz belegte.

„Eigentlich hätte ich noch bei den Schülern starten dürfen“, sagt die 15-Jährige, „aber ich dachte, dass ich es auch in der Jugend schaffen kann, und das hat geklappt.“

Vater war Lehrmeister

Ihren Erfolg verdankt die dreifache Landesmeisterin zu einem gewissen Teil ihrem Mannschaftskameraden Lewis, denn der hat sie eigentlich zum Skat gebracht. „Lewis ist mit meinem Bruder befreundet und hat uns ein paar Mal mit zum Training genommen“, sagt Charlotta. „Und das fand ich so faszinierend, dass ich das auch machen wollte und meinen Vater gebeten habe, mir Skat beizubringen.“

Lewis hat das Skatspielen von seiner Großmutter und seinem Onkel gelernt. „Wenn ich dort zu Besuch war, haben wir immer Skat gespielt, und mir war schnell klar, dass das genau das Richtige für mich war“, sagt der 17-Jährige, der ebenso wie Charlotta das Northeimer Gymnasium Corvinianum besucht.

Dass sie sich ein nicht gerade teenager-typisches Hobby ausgesucht haben, wird den beiden manchmal schon bewusst, wenn sie mit Altersgenossen darüber reden. „Manche wissen nicht einmal, was Skat ist“, sagt Charlotta und lacht.

Das reizvolle am Reizen und Stechen und der Jagd nach „Augen“ (Punkten) ist für die beiden die Vielfältigkeit des traditionellen Kartenspiels. „Jede Runde ist anders“, sagt Lewis. „Mal ist man Einzelkämpfer und mal bildet man mit einem anderen Spieler ein Team. Man muss auf die anderen Spieler eingehen, sich taktisch klug verhalten und einige Tricks kennen.“ Natürlich müsse man auch gut rechnen können, ergänzt Lewis und verneint schmunzelnd die Frage, ob denn Mathematik zu seinen Lieblingsfächern in der Schule gehört. „Ich finde Politik und Englisch am interessantesten“, verrät der Elftklässler.

Auch für Charlotta, die in die neunte Klasse geht, ist Mathematik nicht unbedingt das Lieblingsfach. Sie mag am liebsten Deutsch und Sport, denn neben dem Skat ist sie noch noch als Tennis- und Fußballspielerin aktiv.

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