Bauarbeiten für Sanierungsarbeiten haben begonnen

Ein neues Dach fürs Muthaus in Hardegsen

Kran und Baugerüst für das Wahrzeichen: Das historische Muthaus auf der Burg Hardeg wird in den kommenden Wochen ein neues Dach bekommen.
+
Kran und Baugerüst für das Wahrzeichen: Das historische Muthaus auf der Burg Hardeg wird in den kommenden Wochen ein neues Dach bekommen.

Die Sanierungsarbeiten am Dach des historischen Muthauses in Hardegsen haben begonnen. Das teilte die Hardgser Stadtverwaltung mit.

Hardegsen - Zuvor war bereits Anfang August mit der Herrichtung einer Baustraße begonnen worden, die vom Vereinsheim des Hardegser Schützenvereins durch den Kurpark bis zum Muthaus führt und über die laut Mitteilung der komplette Baustellenverkehr abgewickelt werden soll.

Mitte August begannen die Arbeiten für das Einrüsten des historischen Gebäudes, und Ende August wurde der Baukran mit Lastenaufzug auf der Westseite des Muthauses aufgebaut. Der soll laut Stadtverwaltung dort über die gesamte Bauzeit stehen bleiben. Außerdem wurde ein Sanitärcontainer auf dem Burgparkplatz für die Baufirmen aufgestellt.

Nach der Dachsanierung, die nach dem gegenwärtigen Zeitplan noch in diesem Jahr weitgehend abgeschlossen sein soll, sind weitere Bauabschnitte für die Fassadensanierung geplant, denn der Zahn der Zeit hat erheblich an dem alten Sandsteinmauerwerk genagt, das vor fast 700 Jahren in damals höchster Qualität hergestellt worden war.

Nach vorangegangener bauhistorischer Dokumentation des Muthauses durch ein Fachbüro aus Weimar, bei dem sich der bauhistorische hohe Wert des Gebäudes herausstellte, (wir berichteten), begannen bereits im vergangenen Jahr die Vorbereitungen für die Sanierungsarbeiten. Dabei wurde der Dachstuhl mithilfe eines örtlichen Dachdeckers und eines Schädlingsbekämpfers von 5,4 Tonnen Taubenkot und anderem Unrat befreit. Für den ersten Bauabschnitt, der sich auf das Dach mit Dacheindeckung, Dachstuhl sowie dem aufliegenden Mauerwerk bezieht, wurden Gesamtkosten von rund 880 000 Euro prognostiziert.

Die denkmalrechtliche Genehmigung für diese Arbeiten wurden laut Hardegser Stadtverwaltung Mitte Februar 2020 vom Landkreis Northeim in Abstimmung mit der Landesdenkmalpflege erteilt.

Die Dacheindeckung wird in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Hannover und der örtlichen Denkmalschutzbehörde mit dem Krempziegel K 1 der Firma Jacobi/Walther erfolgen. Dieser Tondachziegel gilt als „historischer Ziegel in reiner Dachkultur“, dessen Geschichte bis zum Beginn des 11. Jahrhunderts zurückreicht und heute noch bei vielen bedeutenden historischen Bauten, insbesondere Baudenkmälern und Sakralbauten, verwendet wird.

(von Niko Mönkemeyer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.