Einweihung des Gemeindezentrums „Altes Pfarrhaus“ nach Umbau

Neuer Treffpunkt für Jung und Alt in Gladebeck

Vor dem neuen Gemeindezentrum: Das
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Vor dem neuen Gemeindezentrum: Das Foto zeigt (v.l.) Bürgermeister Michael Kaiser, Pastor i.R. Peter Lahmann, Anja Hampe (Kirchenvorstand), Vize-Ortsbürgermeister Wilfried Becker, Ortsheimatpfleger Stefan Bense und Ortsbürgermeister Lothar Becker.

Das neue Gemeindezentrum in Gladebecke wurde eingeweiht.

Gladebeck – „Verkaufen, verfallen lassen oder umzubauen waren die Optionen“, erinnerte Pastor i. R. Peter Lahmann an die Überlegungen für das Gladebecker Pfarrhaus. Gestern wurde mit eineinhalbjähriger Verspätung die Einweihung des Gemeindezentrums „Altes Pfarrhaus“ mit 100 Gladebeckern gefeiert.

„Ich halte es für den falschen Weg, wenn Kirche sich räumlich und personell aus den Dörfern zurückzieht“, sagte Lahmann, und seine Frau Anette Hilker-Lahmann ergänzte: „Es war nie vorgesehen, dass wir als Pastoren hier einziehen, da mein Mann nur als Vakanzvertretung eingestellt worden war. Die Pastorin appellierte: „Macht euch stark dafür, dass eure Konfirmanden nicht in Adelebsen und Nörten sondern vor Ort unterrichtet werden“.

Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Hampe dankte dem Verschönerungs- und Heimatverein, der die Bauträgerschaft und Koordination der 13 Baufirmen und 130 ehrenamtlichen Helfer inne- hatte. Letztere leisteten über 3000 Arbeitsstunden.

Von den 400  000 Euro Baukosten übernahm den Großteil mit 73 Prozent das Amt für regionale Landesentwicklung im Zuge der Dorfentwicklung „Leineweber-Sechseck“. Außerdem gab es Zuschüsse der Stadt Hardegsen, der Kultur- und Denkmalstiftung, der Volksbank Solling, des Ortsrats und Mittel aus dem Nachlass des ehemaligen Pastors Erhard Kreisel. Hampe zeigte sich froh, dass mit der Stadt Hardegsen ein guter Mieter für die oberen Räume, in denen sich die Kita befindet, gefunden wurde.

„Bei einem Spaziergang mit Stefan Bense durch Pfarrgarten wurde mir klar, welche Möglichkeiten das Gebäude bot“, sagte Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser. Beide schmiedeten einen Plan, wie das Alte Pfarrhaus, zu einem sozialen Mittelpunkt für Groß und Klein entwickelt werden könnte. „Das alte Pfarrhaus ist eines der schönsten Vorhaben meiner siebenjährigen Amtszeit“, sagte Kaiser. „Als Kirchengemeinde und Ort haben wir Michael Kaiser viel zu verdanken“, sagte Bense. „Die Akteure haben sehr viel geleistet“, lobte Ortsbürgermeister Lothar Becker. Niedersachsenweit sei es einzigartig, dass mit ehrenamtlichen Mitteln über einen Heimatverein so ein Vorhaben umgesetzt worden sei“, sagte Patrick Güldenbeck von der begleitenden Niedersächsischen Landgesellschaft.

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