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360-Grad-Video vom Electric Ride Park: Abenteuer auf Elektro-Motorrädern in Hardegsen

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Von: Konstantin Mennecke

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Hardegsen. In Hardegsen gibt es ein Angebot, was Elektromobilität und Abenteuer verbindet: Den Electric Ride Park. Wir haben uns den Park genauer angeschaut.

Wenn Sie mobil zugreifen und das Video nicht richtig ausgespielt wird, finden Sie das 360-Grad-Video auch hier auf Facebook. 

Markus Schade aus Northeim ist ein waschechter Motocross-Fahrer. Seit 30 Jahren betreibt er den Sport, war auch bei den Deutschen Meisterschaften, damals noch am Sultmer in Northeim, dabei. Da er aus der Szene kommt, weiß er, wie schwierig es heutzutage ist, eine Motocross-Strecke genehmigt zu bekommen – doch hier hat ihm die Elektro-Mobilität enorm geholfen.

Start im Jahr 2016

Seit August 2016 gibt es deshalb den Electric Ride Park in Hardegsen. Dort kann jeder ab 16 Jahren ganz ohne Motorradführerschein nicht nur aufregende Stunden verbringen, sondern auch E-Mobilität von einer Seite erleben, die überhaupt nicht zu dem gemächlichen Öko-Elektroauto-Klischee passt. „2009 habe ich die ersten Elektro-Motorräder ausprobiert. Das hat mich aber überhaupt noch nicht überzeugt“, erzählt Schade. Das Problem ist er dann handwerklich angegangen: Er hat sich selbst ein E-Bike gebaut.

Seine Passion zum Motocross-Fahren wollte er nebenberuflich mit einem eigenen Gelände ausleben. Start war zum Grünen Esel im Mai 2016, die Genehmigung für das Areal der ehemaligen Zementfabrik bei Hardegsen gab es letztlich, weil „wir hier den Sport betreiben können, ohne jemanden zu stören und ganz ohne Gestank“. Demnach fahren im Park auch ausschließlich Elektro-Motorräder.

Viel Platz für Abenteuer: Auf der Motocross-Strecke gibt es auch sogenannte Tables.
Viel Platz für Abenteuer: Auf der Motocross-Strecke gibt es auch sogenannte Tables. © Konstantin Mennecke

Auf der Strecke wird dann schnell klar: Im Vergleich zu den sonstigen Motocross-Veranstaltungen, die im Kreis Northeim immer weniger werden, ist von den Elektro-Maschinen kaum etwas zu hören. Im Stand ist es ein leises Summen der Lüfter, während der Fahrt ein Geräuschpegel, der schon in wenigen Metern Entfernung kaum wahrnehmbar ist.

Dass der Gestank fehlt, das machte auch den langjährigen Verbrenner-Fahrer skeptisch. „Den einzigen großen Unterschied gibt es für die Zuschauer“, erklärt Schade.

Die Maschinen, im Electric Ride Park sind KTM Freeride E mit rund 30 Pferdestärken, haben „ein immenses Drehmoment, außerdem sind die Elektromotoren wesentlich wartungsärmer, haben keine Ventile, Kolben oder Öl“, erklärt der Geschäftsführer. Der Adrenalin-Kick und das Fahrgefühl seien dasselbe.

kmn123 Electric Ride Park in Hardegsen: Inhaber Markus Schade und Tourguide Niklas Ohse mit ihren Elektro-Motorrädern.Foto: MenneckeElektromobilität, Motorrad
Jede Menge Platz im Electric Ride Park in Hardegsen: Inhaber Markus Schade und Tourguide Niklas Ohse mit ihren Elektro-Motorrädern. © Konstantin Mennecke

Touren für jedes Talent

Wer sich der Herausforderung stellen möchte, muss mindestens 16 Jahre alt (mit Einverständniserklärung der Eltern) sein, einen Motorrad-Führerschein braucht es für die Touren nicht. Jede Tour wird durch einen Guide geführt und je nach fahrerischem Können stehen verschieden anspruchsvolle Strecken zur Verfügung. „Die Pro-Touren sind vom Gelände und von der Kondition her richtig fordernd, das ist echter Sport“, sagt Schade.

Im Angebot sind eine Motocross-Strecke, eine fordernde Enduro-Runde sowie ein Wiesen-Stoppelcross. Auch für Kinder gibt es eine Mini-Supercross-Strecke.

Je nach Können gibt es verschiedene Touren durch den Electric-Ride-Park. Sie kosten zwischen 55 und 85 Euro und dauern zwischen 1,25 und drei Stunden. In den Preisen enthalten ist das Mietmotorrad, die Streckenbenutzungsgebühr, Strom und ein erfahrener Tourguide. Wer eigene Schutzkleidung mitbringt, kann fünf Euro beim Preis sparen. Hinzu kommt jeweils noch eine Unfall/Haftpflichtversicherung pro Tag für sechs Euro oder 30 Euro Jahresgebühr. Die Strecke kann außerdem auch mit dem eigenen E-Motorrad benutzt werden. Dies kostet für eine Tageskarte mit Strom 20 Euro, ohne 17 Euro. Kinder zahlen mit Strom zehn Euro auf der Kinderstrecke. Auch hier kommt die Unfallversicherung noch oben drauf.

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