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Feuerwehr Hardegsen unterstützt
Hilfsaktion für Familie aus der Ukraine

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Von: Niko Mönkemeyer

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Familie aus der Ukraine und Feuerwehrmitglieder vor einem Einsatzfahrzeug  Feuerwehr Hardegsen
Roman und Magda Drozdyk sind mit ihren Kindern Adrian (4), Timothy (6), Eddi (12) und Marc (11) aus der Ukraine nach Hardegsen geflüchtet. Hier sind sind sie zusammen mit Thoren Lindemann (hinten von links), Linus Albrecht, Lena Jesse, Janina Teuber und Mirco Teuteberg von der Hardegser Feuerwehr zu sehen. © Joel Fröchtenicht / Kreisfeuerwehr Northeim

Bereits kurz nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine sind im Landkreis Northeim zahlreiche Hilfsaktionen angelaufen – unter anderem auch auf dem Erdbeerhof in Hardegsen.

Hardegsen – Dort wurden kurzerhand mit Unterstützung der Feuerwehr Wohnräume für eine sechsköpfige Familie saniert.

Wie Joel Fröchtenicht, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Northeim, dazu mitteilte, waren Stammkunden, die selbst aus der Ukraine stammen, an den Erdbeerhof mit der Frage herangetreten, ob dort die Unterbringung von Schutzsuchenden aus ihrem Heimatland möglich sei. Angesichts der schrecklichen Bilder im Fernsehen habe sie sofort Ja gesagt, berichtet Inhaberin Carola Hartmann, die sich, wie sie sagt, sehr über die große Unterstützung durch die Hardegser Feuerwehr und die Hardegser Bürger freut. Als sie ihre Mitarbeiterin Nike Teuteberg gefragt habe, ob sie vielleicht noch ein paar Buntstifte und Malbücher habe, die sie der geflüchteten Familie zur Verfügung stellen könnte, sei das der Auslöser für eine große Welle der Hilfsbereitschaft gewesen.

„Nikes Vater ist in der Feuerwehr, und der hat dann dafür gesorgt, dass man uns letztendlich so toll geholfen hat“, so Hartmann. Da die Familie natürlich bei ihrer Flucht im Auto nicht ihr Hab und Gut habe mitnehmen können, habe die Feuerwehr Hardegsen eine Spendensammlung initiiert, berichtet Kreisfeuerwehr-Pressesprecher Fröchtenicht weiter.

Hygieneprodukte, Bekleidung, aber auch Lebensmittel seien dabei in großen Mengen zusammengekommen. Für Kleiderspenden habe man vorab sogar die richtigen Größen abfragen können, wobei der Google-Übersetzer eine große Hilfe gewesen sei, so Fröchtenicht.

Die Übergabe der Spenden, zu denen auch ein Gutschein des örtlichen Rewe-Marktes gehörte, habe die Feuerwehr dann „stilecht mit ihrem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug vollzogen“, berichtet der Pressesprecher und betont: „Was klingt, wie ein reiner Verwaltungsakt, war aber weit davon entfernt. Die Dankbarkeit der Familie mit ihren Kindern, hier nach langer Zeit geprägt von Angst und Sorgen endlich in Sicherheit angekommen zu sein, war ihnen ins Gesicht geschrieben. Das ließ auch gestandene Feuerwehrmitglieder nicht unberührt.“

Die nicht von der Familie benötigten Spenden werden laut Fröchtenicht direkt auf weitere, im Hardegser Stadtgebiet ankommende Familien verteilt, die bereits in dieser Woche in der Region ankommen sollen. (Von Niko Mönkemeyer)

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