Training auf dem „Hof der Qualen“

Feuerwehrsportler bereiten sich in Nienhagen auf ihren ersten Indoor-Wettkampf vor

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Kämpfen gegen ihren inneren Schweinehund: Die Feuerwehrsportler (von links) Jan Rossbach, Thomas Elster, Mike Hoppe, Lukas Albrecht, Thomas Ziaja, Fabrizio Nascimento, Karsten Kohrs, Axel Fegebank und Martin Hebenstreit trafen sich zum Training in Nienhagen.

Hardegsen/Nienhagen – Drei Monate früher als geplant sind die ersten Schreie von Feuerwehrsportlern auf dem Hof der Qualen von Karsten „Kala“ Kohrs in Nienhagen zu hören. Mehr als ein Dutzend Extremsportler bereiten sich auf ihren ersten Wettkampf vor und gehen dabei bis an ihre (Schmerz-)Grenzen.

Die Saison startet nicht im Mai, sondern bereits am 1. Februar in Gronau. Dort findet die erste Indoor-Europas-Challenge statt.

„Normal beginnt unsere Saison erst im Mai mit dem Berliner Firefighter Stairrun“, sagte Karsten Kohrs, der auch in Gronau starten will. Nach seinem Motto „Blut im Training erspart Schweiß im Wettkampf“ hat Kohrs seinem Parcours verschärft und die Anforderungen erhöht. Unterstützung erhielt das Hof-der-Qualen-Team von Vermögensberater Carsten Prinz, der dem Team neue Ausrüstungsgegenstände und T-Shirts spendierte.

In Gronau werden auch Martin Hebenstreit aus Kammerborn und Jan Rossbach aus Schönhagen mitmachen. Beide sind seit Jahren in Hardegsen auf den vorderen Plätzen zu finden. Seit ein paar Wochen haben sie in Nienhagen mit dem Training begonnen. 

„Eine Grundfitness ist eigentlich immer vorhanden“, so Rossbach, der bei der Berufsfeuerwehr Göttingen tätig ist. Auch der 54-jährige Nienhagener Thomas Elster, der von Kohrs mit dem „Feuerwehrsport-Virus“ angesteckt wurde und vergangenes Jahr in Hardegsen in seiner Altersklasse (M50) Meister wurde, hat sich angemeldet. Ebenfalls durch Kohrs vom Virus infiziert ist der 16-jährige Neuling auf dem Hof der Qualen, Lukas Albrecht. Der Nienhagener will im Herbst erstmals in Hardegsen starten. 

Als besonderer Gast besuchte der Brasilianer Fabricio Nascimento das Training in Nienhagen. „Die machen ein sehr gutes Training“, sagte der ehemalige Weltmeister 2006 der World Firefighter Games, der 2009 in Hardegsen gestartet war. „Es läuft“, meinte der Hardegser Thomas Ziaja, genannt Opa, der seit zwölf Jahren die nach ihm benannte „Eur-Opas Challenge“ für Feuerwehrsportler auf Burg Hardeg veranstaltet. Die Disziplinen in Gronau entsprechen denen der Europas-Challenge. Ziaja, der selbst viele Jahre auch an Weltmeisterschaften teilgenommen hat, freut sich, dass der Fitnessgedanke in der Feuerwehr sich weiter verbreitet. Er wird mit einem Schiedsrichter-Team aus Hardegsen an der Indoor-Challenge als Helfer teilnehmen.

„Wir sind Thomas Ziaja für seine Hilfe sehr dankbar“, sagte der Vorsitzende des ausrichtenden Fördervereins der Ortsfeuerwehr Gronau, Markus Hüffner. Für seinen Verein ist es die erste große Sportveranstaltung, die seit einem Jahr vorbereitet wird. Seit vier Jahren gibt es in seiner Wehr eine Sportgruppe, die an Wettkämpfen teilnimmt, sagte der Ortsbrandmeister.

20 Helfer werden beim Ablauf am 1. Februar in der KGS-Sporthalle helfen. 190 Sportler haben sich angemeldet. Der erste Start ist für 8 Uhr geplant. Für Verpflegung ist gesorgt.

Weitere Informationen: unter europas-challenge-gronau-leine.de

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