Rat gibt grünes Licht für Planung zur Bebauung

Ehemaliges Drei-Kronen-Areal: Filetstück in Hardegsen wird bebaut

Neue Gestaltung: So wie in dieser Skizze könnte das ehemalige Drei-Kronen-Areal künftig aussehen. Grafik: Mönkemeyer

Hardegsen. Das 3300 Quadratmeter große Areal des ehemaligen Hotels Drei Kronen, das als das „Filetstück der Hardegser Innenstadt“ gilt, soll neu bebaut werden.

Der Rat der Stadt Hardegsen stimmte am Montagabend einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung zu.

Der sieht vor, dass auf dem Gelände drei Gebäude entstehen, die um einen Innenhof gruppiert werden und zu mindestens 70 Prozent dem Wohnen dienen sollen.

20 Wohnungen

Bis zu 30 Prozent der zur Verfügung stehenden Räume sollen auch für Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe wie Cafés, Büros oder Praxen zur Verfügung stehen. Die Grundrisse der Gebäude sollen etwa 20 Wohnungen in unterschiedlichen Größen für Singles und Familien umfassen.

Geplant ist, ein Haus als dominierendes Einzelgebäude parallel zur Straße „Mühlenstieg“ zu bauen und dieses mit einem Spitzdach zu versehen. Die beiden anderen Gebäude, die den neuen Platz nach Norden und Westen zum Busbahnhof hin umschließen, sollen niedriger bleiben und eine eigene Dachform – Pultdächer oder Satteldächer – bekommen.

Alle Wohnungen sollen mit Terrassen, Balkonen oder Dachterrassen ausgestattet werden. Der Innenhof ist als gestalterische Trennung zwischen der Wohnnutzung und der gewerblichen Nutzung gedacht. Die Parkplätze sollen im nördlichen Grundstücksbereich entstehen. Dort soll möglicherweise eine Ruhezone mit Blick auf die Espolde geschaffen werden. Außerdem soll der Uferbereich begehbar gestaltet werden. Die Parkplätze entlang der Straße „Mühlenstieg“ sollen vorwiegend für die gewerbliche Nutzung zur Verfügung stehen.

Kritik

Ratsherr Kurt Meißner (CDU) sprach sich in der Sitzung gegen das Vorhaben aus und begründete dies mit der aus seiner Sicht notwendigen Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in anderen Teilen der Altstadt. „Wir brauchen keine repräsentativen Bauten. Die Sanierung der Altbestände ist viel wichtiger.“ Meißner plädierte dafür, auf dem Grundstück einen Gewerbebetrieb anzusiedeln.

Bürgermeister Michael Kaiser betonte, dass die Schaffung von neuem Wohnraum sowohl in den Altbeständen als auch auf dem alten Hotelgelände erfolgen müsse. „Wohnen in einer Altstadtimmobile ist nicht jedermanns Sache.“

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