Spuren deuten darauf hin

Fund: Gesichteter Wolf soll ein Reh gerissen haben

Lödingsen/Hardegsen. Möglicherweise hat der zwischen Lödingsen (Kreis Göttingen) und Hettensen bei Hardegsen (Landkreis Northeim) gesichtete Wolf ein Reh gerissen. Das wurde jetzt bekannt.

Claus Linke-Frohwein, früherer Forstamtsleiter aus Hardegsen, hat am vergangenen Sonntag ein totes Reh gefunden. Es lag in einem Graben in der Nähe des Wasserpumpwerks zwischen Hardegsen und Ellierode. „Die linke Seite der Decke war aufgeklappt und die gesamte Rückenseite war bis auf die Rippen ausgefressen.“ Laut Linke-Frohwein deuten die Spuren darauf, dass mehrfach an dem Reh-Kadaver an einem abgeernteten Feld gefressen wurde. Und er ergänzt: „Mein erster Gedanke war, dass es sich um einen Wolf handelt.“

Der Fundort des toten Rehs, das bis zur Entdeckung durch Linke-Frohwein etwa drei Tage dort lag, ist nur etwa acht Kilometer von dem Ort bei Lödingsen entfernt, an dem der Wolf gesichtet wurde.

Unterdessen wurde bekannt, dass mehrere Wolfsrudel im Norden und im Osten Niedersachsens Nachwuchs bekommen haben. Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen und zuständig für das Wolfsmonitoring, meldete mehr als ein Dutzend Fotos und Videos von Welpen. Experten gehen von etwa 100 freilebenden Wölfen in Niedersachsen aus, die sich immer weiter ausbreiten. (bsc/epd)

Rubriklistenbild: © dpa

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