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Pilzsucher findet Granaten im Wald

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Hardegsen. Zwei Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind vom Niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst im Ertinghäuser Wald sicher beseitigt worden.

Das teilte der Hardegser Polizeioberkommissar Peter Wyszanowski am Mittwochmittag mit. Zwei Experten des Beseitigungsdienstes haben die Granaten, eine 41 Zentimeter große Sprenggranate und eine 35 Zentimeter große, 7,5 Kaliber-Nebelgranate, abtransportiert und später sicher gesprengt.

Etwa eine Stunde waren sie im Waldgebiet nahe Ertinghausen, einem Ortsteil der Stadt Hardegsen, tätig. An der Munition waren die Zünder noch intakt, sagte Wyszanowski. Ein Pilzsammler aus Asche habe ihn am Dienstagabend über den Fund informiert.

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Der Finder möchte anonym bleiben. Er sagte der HNA gegenüber, dass er zum schwer zugänglichen Fundort gelangt sei, um Pilze zu finden. „Da geht man auch an Stellen, wo andere nicht hin kommen“. Als er die metallischen Gegenstände entdeckte, war er sich sicher, dass es sich um Munition handle. „Das war ein mulmiges Gefühl“, sagte der Mann aus Asche.

Deshalb war für ihn klar: Die Polizei muss informiert werden. Keine weitere Suche Da das Gelände schwer zugänglich sei und an einem Hang liege, sei laut Wyszanowski keine weitere Suche nach Munition vorgenommen worden und vorerst auch nicht vorgesehen. Nähere Angaben zur Fundstelle wollte der Polizeioberkommissar aus Sicherheitsgründen nicht machen.

Alter Schacht Er vermutet, dass die Granaten aus einem stillgelegten Kalischacht stammen. Der Schacht wurde im zweiten Weltkrieg als Munitionslager genutzt. Ende des Krieges sei der Schacht explodiert. Vermutlich landeten dabei die Granaten im Wald. (suw)

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