Bauarbeiten laufen auf Hochtouren

Grundschule Hardegsen bekommt Mensa mit 160 Plätzen

+
Speisesaal der künftigen Schulmensa: Bürgermeister Michael Kaiser (vorn links) und Schulleiter Christopher Grupe (vorn rechts) führen die Besichtigung an.

Hardegsen – Arbeiter haben Wände herausgebrochen und schadstoffbelasteten Estrich entfernt. Der Bau der neuen Mensa in der Grundschule Hardegsen, der im Februar begann, schreitet voran. Im August soll die Mensa fertig sein – pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahrs.

Bis zu 90 Kinder können künftig im einstigen Werkraum zu Mittag essen. „Er wird den Charakter einer Cafeteria haben“, kündigt Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) an. In einem zweiten, kleineren Raum, den bisher der Hort nutzte, entsteht ein weiterer Speisesaal mit bis zu 70 Sitzplätzen. Ein anderer Raum des Horts, der zwischen den beiden Speisesälen liegt, wird derzeit zur Küche umgebaut. Insgesamt 230 Quadratmeter Fläche werden im Erdgeschoss umgestaltet.

„Von August an verfügen wir über 160 Mensa-Sitzplätze“, sagt Schulleiter Christopher Grupe. 208 Kinder besuchen seine Schule. 60 Prozent der Eltern haben Interesse am offenen Ganztagsangebot gezeigt, fährt er fort. In der Mensa würden zudem die 50 Schüler des Horts der Elterninitiative Kinderkiste essen, die künftig drei Räume im Obergeschoss nutzen. „Wenn der Platz nicht ausreicht, wird das Essen in zwei Schichten ausgegeben“, kündigt Grupe an.

Über die neuen Räumlichkeiten des Horts freut sich dessen Leiter, Felix Leist. Heller als im Erdgeschoss seien die Räume und mit freundlichen Farben gestrichen. Die Gardrobe befindet sich nun auf dem Flur, der Brandschutzauflagen des Landkreises erfüllt. Erstmals gibt es laut Leist Platz, um einen Ruhe-Bereich einzurichten. Neu sei zudem ein Büroraum. 150 Quadratmeter stehen den Hortkindern demnächst zur Verfügung.

Im März hat die Stadt Hardegsen weitere Gewerke ausgeschrieben, betont Bürgermeister Kaiser. So soll unter anderem die asbesthaltige Fassade des Gebäudeflügels saniert werden. Alle Fenster werden ausgetauscht. Angebote seien zwischenzeitlich auch eingegangen. „Der Verwaltungsausschuss vergibt die Aufträge während seiner Sitzung am Dienstag, 21. April“, sagt Bauamtsleiterin Karin Stutz.

Die Idee, auf einen Anbau zu verzichten und vorhandene Räume umzunutzen, hatte das Uslarer Ingenieurbüro K 17 Steingräber. Es erstellte für die Stadt, die Schulträgerin ist, eine Machbarkeitsstudie. Unter anderem die konstanten Schülerzahlen ermöglichten die Umnutzung. „Durch dieses Vorgeben bekommt die Schule nicht nur eine Mensa, sondern kann zugleich einen in die Jahre gekommenen Gebäudeteil sanieren“, nennt Architekt Tim Grimme einen Vorteil. Das hat die Politik überzeugt. Der Rat beauftragte das Büro auch mit der Planung und der Bauausführung.

„Für die Baumaßnahme haben wir 591 000 Euro im Haushalt eingestellt“, berichtet Bürgermeister Kaiser. Bisher werde der Kostenrahmen eingehalten. Das Vorhaben sei der sechste Bauabschnitt im Zuge der Sanierung des Schulgebäudes, das 1972 als Grund- und Hauptschule entstanden ist. Derzeit läuft die Ausschreibung für das Schulmensa-Catering.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.