Ein Leben für die Kirche

Hardegser Hubert Wawarek erhält Bundesverdienstkreuz

Im Pfarrgarten vorm Schwendenberg-Bild-Altar: Hubertus Wawerek erhielt diese Woche das Bundesverdienstkreuz von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in Vertretung des Bundespräsidenten überreicht.
+
Im Pfarrgarten vorm Schwendenberg-Bild-Altar: Hubertus Wawerek erhielt diese Woche das Bundesverdienstkreuz von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in Vertretung des Bundespräsidenten überreicht.

Für sein ehrenamtliches Engagement in der Kirche wurde Hubertus Wawerek ausgezeichnet.

Hardegsen – „Ich habe nie gedacht, einen Orden dafür zu bekommen“, sagte Hubertus Wawerek bescheiden. Der Hardegser erhielt diese Woche von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde ihm von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Stephan Weil verliehen.

„Mit dieser Auszeichnung soll Ihr großes persönliches Engagement gewürdigt werden“, sagte die Landrätin. Seit 40 Jahren engagiere sich Hubert Wawerek in besonderem Maße in der Katholischen Kirche. In der Pfarrgemeinde St. Martin mit den Standorten in Nörten-Hardenberg und Hardegsen habe er eine Vielzahl ehrenamtlicher Aufgaben wahrgenommen und die Gemeinschaft in der Pfarrgemeinde vorbildlich gefördert.

Sein Wirken begann als Messdiener von 1957 bis 1967. Danach leitete er 20 Jahre eine Messdienergruppe und begleitete die örtliche Jugendgruppe. Seit 1972 ist er Mitglied im katholischen Männerverein der Pfarrgemeinde, in dem er von 1980 bis 2000 als Vize-Vorsitzender und seit 2000 als Vorsitzender mitwirkt.

Über 40 Jahre sei er zudem im Pfarrgemeinderat tätig und organisierte Pfarr- und Gemeindefeste sowie andere Aktivitäten, so Klinkert-Kittel. Seit der Einweihung des Pfarrheims 1980 kümmere er sich ehrenamtlich um den Hausmeisterdienst und die Getränkebewirtschaftung.

Außerdem endete 2016 seine über 20-jährige Tätigkeit als Kommunionhelfer, Lektor und Pfarrbusfahrer. Eine Herzensangelegenheit war für Wawerek die Begleitung der Sternsinger, für die er seit 2004 erster Betreuer und später Koordinator für die Spendensammelaktion war. Bei den Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandswahlen wirkte er stets in den Wahlvorständen mit. Außerdem war er im Kirchenchor aktiv. „Mit ihrem Engagement haben Sie die Gemeindemitglieder für neue Ideen begeistert und zu gemeinsamen Projekten motiviert“, lobte Astrid Klinkert-Kittel. Der Orden solle andere anstiften, Gutes zu tun.

„In vielfältiger Weise haben Sie sich in den letzten Jahrzehnten für ihre Marienkirche und Gemeinde kraftvoll eingesetzt“, lobte Dechant Andreas Pape. „So fiel es uns leicht, der Bitte des Landes Niedersachsen um die Nennung von verdienten Personen, Sie vorzuschlagen. Es freut uns für Sie sehr, dass Sie heute den Verdienstorden erhalten.“ Auch Hardegsens Bürgermeister Lars Gunnar Gärner gratulierte Wawerek und überreichte ein Präsent.

1955 ist die Kirche eingeweiht worden, erinnerte sich Wawerek und erklärte, dass der Pfarrgarten für ihn eine Art Spiel- und Sportplatz war. „Ich bin hier groß geworden und habe mich hier wohlgefühlt. Und wenn man sich wohlfühlt, sieht man, was fällig ist und geändert werden müsste“, erinnerte sich Hubertus Wawerek. „Ich brauchte nur zu husten, dann fragten mindestens eine Handvoll oder mehr, was liegt an“.

Bescheiden ergänzte er: „Deshalb übernehme ich die Ehrung stellvertretend für alle, die sich in der Gemeinde eingesetzt haben und einsetzen werden und ich danke allen, die immer dabei waren, wenn ich einmal gehustet habe“. (Roland Schrader)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.