Ausschuss gibt grünes Licht

Hardegser Sondergebiet für Windräder steht

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Windkraftanlage.

Hardegsen. Die Stadt Hardegsen wird nördlich von Hevensen und südöstlich von Gladebeck Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausweisen.

In seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Umwelt für eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes aus.

Eigentlich hatte die Untersuchung des Hardegser Stadtgebietes ergeben, dass es insgesamt vier mögliche Flächen gibt. Zusätzlich zu den beiden genannten wäre aus stadtplanerischer Sicht noch eine südlich von Hettensen möglich, die aber aufgrund der geringen Größe nicht in Betracht kommt. Eine weitere Fläche südlich von Asche kann ebenfalls nicht berücksichtigt werden, weil zu erwarten ist, dass aufgrund naturschutzrechtlicher Belange dort die Errichtung von Windrädern voraussichtlich nicht genehmigt wird.

Bei Lichtenborn, wo bereits seit mehreren Jahren Windkraftanlagen in Betrieb sind und in diesem Jahr erst drei kleinere durch eine große ersetzt wurden (wir berichteten), kann aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen im neuen Flächennutzungsplan kein Windkraft-Vorranggebiet ausgewiesen werden.

Laut Michael Keller vom Planungsbüro Keller genießen die bestehenden Anlagen zwar Bestandsschutz. Der Bau zusätzlicher Anlagen oder der weitere Ersatz von Windrädern durch moderne Anlagen wäre demnach dort nicht mehr möglich.

Die jetzt zunächst vorgesehene, knapp 9 Hektar große Vorrangfläche bei Gladebeck könnte allerdings noch wegfallen, da der Landkreis Northeim möglicherweise den Bereich künftig dort als Naturschutzgebiet ausweisen wird.

Übrig bliebe dann nur das Vorranggebiet bei Hevensen, das eine Fläche von knapp 63 Hektar hat und an der Stadtgrenze zu Moringen liegt. Insbesondere Einwohner der Ortschaft Thüdinghausen brachten in der Ausschusssitzung ihre Ablehnung zum Ausdruck und appellierten an die Mitglieder des Gremiums, die Planungen noch einmal zu überdenken.

Hastiges Sitzungsende

Verwundert und enttäuscht zeigten sich viele Besucher darüber, dass Ausschussvorsitzender Harald Block (FBL) in der Bürgerfragestunde nur relativ wenige Fragen zuließ und auf ein schnelles Ende der Beratungen drängte. „Kommt heute Fußball im Fernsehen?“, nahm einer der Sitzungsteilnehmer den hastigen Abschluss der Sitzung mit Humor.

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