Fachausschüsse sprechen sich erneut gegen Ausstattung von stadteigenen Einrichtungen aus

Keine mobilen Luftfilter für Hardegser Schule und Kitas

Der geplante Erweiterungsbau des evangelischen Kindergartens Hardegsen soll mit einem fest eingebauten Raumlüftungssystem ausgestattet werden. ARCHIV
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Der geplante Erweiterungsbau des evangelischen Kindergartens Hardegsen soll mit einem fest eingebauten Raumlüftungssystem ausgestattet werden.

Die Stadt Hardegsen hat sich noch einmal mit dem Thema Luftfilter beschäftigt.

Hardegsen – Es bleibt dabei: Die Grundschule und die Kindertagesstätten in Hardegsen sollen nicht mit mobilen Luftfiltersystemen ausgestattet werden. Dafür haben sich der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur sowie der Ausschuss für Familien, Jugend und Senioren am Dienstag in einer gemeinsamen Sitzung ausgesprochen.

Der dem Verwaltungsausschuss empfohlene Beschluss sieht aber vor, dass sowohl bei dem geplanten Erweiterungsbau des evangelischen Kindergartens als auch bei künftigen Neubauten im Bereich der Schule und der Kinderbetreuung der Einbau von festen Belüftungsanlagen berücksichtigt werden soll.

Nachdem der Hardegser Rat bereits im März dieses Jahres beschlossen hatte, auf eine Anschaffung von mobilen Luftfiltergeräten zu verzichten (wir berichteten), hatte die Stadtverwaltung laut Bürgermeister Michael Kaiser das Thema erneut auf die Tagesordnung genommen, weil sich „vor allem im politischen Raum und in der Presse“ die Ansicht verfestigt habe, dass man Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen unbedingt mit mobilen Luftfiltern schützen müsse.

In der Haltung der Kommunen im Landkreis Northeim gebe es zu diesem Thema mittlerweile keine einheitliche Meinung mehr, betont Kaiser. „Das Spektrum reicht vom Einbau raumlufttechnischer Anlagen über die Beschaffung mobiler Luftfilter und sogenannter Fensterventilatoren bis hin zu der Auffassung, dass keine derarteigen Maßnahmen notwendig sind.“

Da die Stadt nicht über das erforderliche Fachwissen verfüge, welche Maßnahmen für die Schule und der Kindergärten geeignet sei, habe man das Ingenieurbüro Geese aus Hardegsen beauftragt, die insgesamt 65 Räume in der Schule und in den Kindertagesstätten noch einmal zu untersuchen.

Das Ergebnis dieser Untersuchung lautet unter anderem:

- In der Schule und in den Kitas wurden keine gravierenden Probleme hinsichtlich der Belüftungsmöglichkeit festgestellt.

- Regelmäßiger Luftaustausch durch Fensterlüftung (oder geeignete Frischluftzufuhr über Lüftungssysteme) wird vorrangig empfohlen.

- Die Notwendigkeit der Installation von Raumlüftungssystemen zur Minderung des Infektionsrisikos wird nicht gesehen, soweit die Lüftungsintervalle eingehalten werden. Einzige Ausnahme dabei ist der evangelische Kindergarten Hardegsen. Hier wird im Rahmen der Erweiterung der Einbau eines Raumlüftungssystems empfohlen.

- Eine Empfehlung für den Einsatz von mobilen Luftreinigungsgeräten kann nicht ausgesprochen werden.

In der Verwaltungsvorlage wird außerdem darauf hingewiesen, dass auch aus Sicht des Hardegser Schulleiters der Einsatz von mobilen Luftreinigungsgeräten nicht erforderlich sei, weil sich bereits ein funktionierender Lüftungsdienst etabliert habe.

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