Konzept zur gärtnerischen Umgestaltung liegt vor

Kurpark in Hardegsen soll attraktiver werden

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Diese Blütenpracht lockte Besucher der Lebenslust-Gartenausstellung in den Hardegser Kurpark. Ein neues Gestaltungskonzept soll dafür sorgen, dass es künftig dort das ganze Jahr über blüht. 

Mit attraktiven und insektenfreundlichen Pflanzen soll der Kurpark Hardegsen neu gestaltet werden.

Der Hardegser Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Umwelt wird sich dazu am Montag, 9. März, in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ortsrat Hettensen mit einem Konzept beschäftigen, das Angelika Traub aus Espol als Mitglied der Hardegser Kurparkinitiative erarbeitet hat.

Darin wird der Hardegser Kurpark zwar als „ein gekonnt konzipiertes, schlummerndes Kleinod eines offensichtlich guten Landschaftsarchitekten“ bezeichnet, dennoch wird die Notwendigkeit gesehen, den Park aus dem „Dornröschenschlaf seiner derzeit typischen 1960er-/1970er-Jahre-Bepflanzung zu wecken“. Hierzu wird Folgendes vorgeschlagen:

. Rettung der Rhododendren durch Umpflanzung an geeignetere Standorte und dortige Anpflanzung in Gruppen nach entsprechender Verbesserung des Bodens,

. Bepflanzung des dann freien Sonnenhangs mit robusten, den Boden abdeckenden Stauden und Gräsern sowie in den schattigen Randbezirken mit Bodendeckern wie Elfenblumen, Balkan-Storchenschnabel und Farnen,

. Abtragen der schwierig zu mähenden Rasenfläche jenseits des Weges gegenüber des Hangs am Teich und Bepflanzung mit standortgerechten und schnell wachsenden Stauden mit der Option, die Fläche später zu erweitern,

. Bepflanzung der vorhandenen Pflanzinseln in den schattigen Bereichen unter den Bäumen mit robusten Farnen wie Goldschuppenfarn und Geißbärten nach einer Bodenverbesserung.

Baum-Patenschaften

Als eine weitere Idee zur Steigerung der Attraktivität des Kurparks wird die Einführung von Baum-Patenschaften, eventuell für Hochzeitspaare, vorgeschlagen. Dabei sollen die Arten so gewählt werden, dass von April bis in den Spätsommer Blüten als Nahrungsangebot für Insekten zur Verfügung stehen. Je nach Standort sind laut Traub für eine solche „Sammlung“ auch Obstgehölze denkbar.

Wilde Rosen

Als ein weiteres Gestaltungselement für den Kurpark schlägt Traub vor, in großer Zahl schnell wachsende und pflegearme Wildrosensorten einzusetzen – insbesondere um die Felsen und in langen Bändern (Drifts) vor Gebäuden. Darüber hinaus plädiert sie dafür, eine Blumenzwiebelwiese anzulegen, die erst im Frühsommer gemäht wird und bestäuberfreundliche Blühstreifen anzulegen und Blühsträucher anzupflanzen.

Hardegsen-Blume

Gemäß eines Vorschlags von Dr. Hans-Joachim Studt greift Traub in ihrem Konzept die Idee auf, eine für Bestäuber wertvolle Identifikationsblume für Hardegsen auszusuchen, die vor allem im Kurpark, aber auch auf anderen öffentlichen Flächen in der Stadt angepflanzt werden soll. Sie kann sich auch vorstellen, dass sich alle Bürger an der Wahl der Hardegsen-Blume beteiligen und diese dann auch in Blumenkästen, Kübeln oder Töpfen vor den Häusern in der Altstadt zu sehen sind.

Landschaftsschutz

Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebiets in Hettensen. Beginn der Sitzung ist um 18 Uhr im Sitzungssaal des Hardegser Rathauses.

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