Fachhochschule Erfurt hat Konzept für Umgestaltung erarbeitet

Kurpark Hardegsen soll Insekten locken

Blick von oben: Der Kurpark, der von 1972 bis 1974 für den damals staatlich anerkannten Luftkurort Hardegsen als Teil der mittelalterlichen Burganlage Hardeg angelegt wurde, soll neu gestaltet werden.
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Blick von oben: Der Kurpark, der von 1972 bis 1974 für den damals staatlich anerkannten Luftkurort Hardegsen als Teil der mittelalterlichen Burganlage Hardeg angelegt wurde, soll neu gestaltet werden.

Wenn es die entsprechenden Zuschüsse gibt, soll der Hardegser Kurpark neu gestaltet werden.

Hardegsen – Mit einer Fläche von 20 000 Quadratmetern hat der Kurpark Hardegsen im Zentrum der Altstadt eine wichtige Funktion für das Stadtklima. Durch eine Umgestaltung soll das Areal, das bereits in den 1970er-Jahren für den damaligen Luftkurort Hardegsen in der heutigen Form angelegt wurde, zu einem „Insekten-Kurpark“ ökologisch aufgewertet werden.

In der jüngsten Sitzung des Hardegser Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt wurde dazu ein Konzept der Fachhochschule Erfurt vorgestellt, das als Projektskizze für die Beantragung von Zuschüssen aus dem Bundesförderprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ eingereicht werden soll. Erarbeitet wurde es von drei angehenden Landschaftsarchitektinnen im Rahmen ihres Masterstudiums.

Sie schlagen vor, die Gewässer zu verändern und den Bachlauf der Lunau mit Gewässerinseln, einem mäandernden Bachbett und und einem umgestalteten Ufersaum naturnah zu gestalten. Das Zuflussrohr der Lunau soll mit einer begrünten Natursteinmauer kaschiert werden, und die Einmündung in den Teich soll großzügiger erfolgen. Für den Teich selbst empfehlen sie die Schaffung einer Flachwasserzone, die Neustrukturierung der Pflanzbereiche und die Schaffung neuer Sitzbereiche zur Steigerung der Aufenthaltsqualität.

Für die Gestaltung mit Vegetation soll der Kurpark in vier Bereiche untergliedert werden:

- Hecken und Stauden im Randbereich der bestehenden Wohnbebauung,

- Wiesenflächen, die weitestgehend wie bisher erhalten bleiben sollen, um genügend Stellfläche für Veranstaltungen zu bieten,

- Uferbereiche, die mit Wasserpflanzen und staunässeverträglichen Stauden bepflanzt werden sollen sowie

- angrenzende Böschungen, die mit hangsichernden Pflanzen neu gestaltet werden sollen.

Bezüglich der bestehenden Bauten im Kurpark gibt es folgende Vorschläge:

- die Pergola an ihrem bisherigen Standort zu belassen, aber eine robustere Konstruktion anzubringen, damit sie vom dort angepflanzten Blauregen nicht überwuchert wird,

- die Brücke über die Lunau durch eine zierlichere Konstruktion zu ersetzen,

- die Plattformen im östlichen Bereich entlang der Böschung mit Steinen neu einzufassen,

- eines der Holzpodeste an der Teichanlage komplett zu entfernen und das andere durch eine erweiterte Konstruktion ansprechender zu gestalten.

Die Gesamtkosten für diese Umgestaltung werden derzeit auf 412 000 Euro geschätzt. Sollte die Stadt Hardegsen mit ihrem Antrag auf Förderung erfolgreich sein, verbliebe lediglich ein Eigenanteil von 41 000 Euro. Falls nicht, muss die Stadt derzeit auf die Umgestaltung des Kurparks verzichten.

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