Verwaltung arbeitet an Parkraumkonzept

Lastwagen parken Hardegser Altstadt zu

Anwohner der Langen Straße ärgern sich über Falschparker: Der Fahrer dieses Transporters versicherte, nur kurz etwas ausladen zu wollen.
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Anwohner der Langen Straße ärgern sich über Falschparker: Der Fahrer dieses Transporters versicherte, nur kurz etwas ausladen zu wollen.

Kunden des Einzelhandels finden keine Parkplätze, Eltern mit Kinderwagen müssen die Straßenseite wechseln: Oft parken in Hardegsen Lastwagen und Transporter die Lange Straße beidseitig zu.

Hardegsen – Bürger sprachen das LKW-Problem während der jüngsten Sitzung des Stadtrats an. Die Lastwagen belegten zum Teil mehrere Stellplätze, berichteten sie. Einige Fahrzeuge ständen im Halteverbot, ohne dass das Ordnungsamt einschreite.

Manche versperrten sogar die Gehwege. Rotweiße Stahlpfosten, die die Verwaltung bereits vor zwei Jahren angekündigt hätte, ständen immer noch nicht.

Ursache des stehenden Verkehrs könnten Monteurswohnungen mit mehr als 20 Schlafplätzen an der Langen Straße sein, mutmaßte eine Bürgerin.

Die Zahl parkender Fahrzeuge habe mit der Eröffnung des Restaurants „Neue Liebe“ im Ratskeller zugenommen, erklärte Kurt Schumacher (Linke). Derzeit seien die Lokale allerdings aufgrund des Lockdowns geschlossen.

„Es gibt ein Parkproblem in der Hardegser Altstadt“, bestätigte Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Es gebe zu wenig öffentliche Stellplätze, was mit den oft schmalen Straßen zu tun habe. Die Verwaltung müsse Aufstellungs- und Bewegungsflächen für die Feuerwehr freihalten sowie Durchfahrtsbreiten garantieren.

Ein weiteres Problem: Anwohner verfügten über keine Stellflächen auf ihren Grundstücken. Das Thema sei zuletzt im Zusammenhang mit dem geplanten Bau eines Mehrfamilienhauses an der Hinterstraße 4 im Stadtrat zur Sprache gekommen (HNA berichtete). Die Verwaltung erarbeite derzeit ein Parkraumkonzept und Parkleitsystem für die Innenstadt, sagte der Bürgermeister. Die Aufstellung von Sperrpfosten an der Langen Straße habe sich aufgrund der Pandemie verzögert, erklärte Klaus Kandziora, der den Fachbereich Zentrale Dienste, Soziales und Ordnung leitet. (Michael Caspar)

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