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Mattis Henne ist der erste „Bufdi“ im Wildpark Hardegsen

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Von: Niko Mönkemeyer

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Mattis Henne mit Rothirsch Bartholomäus im Wildpark Hardegsen
Mattis Henne absolviert im Wildpark Hardegsen seinen Bundesfreiwilligendienst und hat zu Rothirsch Bartholomäus, der vor einem Jahr noch ein sogenannter Spießer war, eine besondere Beziehung. © Niko Mönkemeyer

Der Wildpark Hardegsen hat erstmals eine Stelle für den Bundesfreiwilligendienst angeboten.

Hardegsen – Wenn Mattis Henne sich am Zaun des Rotwildgeheges im Hardegser Wildpark blicken lässt, sind sofort alle Augen der Hirsche auf ihn gerichtet. Denn bereits seit Februar des vergangenen Jahres absolviert der 22-jährige Hardegser im Wildpark seinen Bundesfreiwilligendienst – und da gehört unter anderem auch das Füttern der Tiere zu seinen Aufgaben.

„Die erkennen mich mittlerweile sofort“, sagt Henne und verrät, dass ihm einer der Hirsche besonders ans Herz gewachsen ist: nämlich Bartholomäus. Den habe er bei seinem Dienstantritt vor einem Jahr als sogenannten Spießer, also als einen Junghirsch, der ein noch unverzweigtes Geweih trug, kennengelernt.

„Und den Namen durfte ich auch aussuchen,“ sagt Henne, der sich schon seit seiner frühsten Jugend für Tiere interessiert und als Besucher schon viele Stunden im Park verbracht hat. Da seine Mutter früher Spanische Wasserhunde gezüchtet habe, sei er quasi mit Tieren aufgewachsen, erzählt er. Und so sei dann auch schnell klar gewesen, dass sein späterer Beruf irgendwas mit Tieren zu tun haben müsste.

Nach dem Abitur an der KGS Moringen hat er sich dann im Internet zunächst einmal umgeschaut, ob denn in diesem Bereich auch Stellen für den Bundesfreiwilligendienst angeboten werden. Und der Zufall wollte es, dass die Stadt Hardegsen zu diesem Zeitpunkt erstmals eine solche Stelle ausgeschrieben hatte.

„Dass ich direkt vor der Haustür was finden würde, hatte ich natürlich nicht erwartet“, so Henne. „Ich habe mich beworben, und es hat dann sofort geklappt.“ Inzwischen hat Henne seinen Dienst noch einmal um ein halbes Jahr verlängert, denn eigentlich würde seine Dienstzeit schon am 31. Januar enden.

Nicht nur Henne selbst, sondern auch Tierparkleiterin Lea Hauff und Tierpflegerin Sandra Leineweber sind froh, dass es diese Möglichkeit gibt, denn alle drei verstehen sich als gutes Wildparkteam – und vermutlich freut sich auch Bartholomäus. Wie es dann im Sommer für Henne beruflich weitergeht, weiß er noch nicht genau, aber das lässt er einfach auf sich zukommen. Ein Studium strebt er nicht an. Viel lieber möchte er eine Ausbildung machen.

„In der Tierpflege zu arbeiten, wäre für mich schon super, aber ich kann mir auch vorstellen, einen handwerklichen Beruf zu ergreifen, weil ich handwerklich ganz gut drauf bin“, sagt er lächelnd und fügt hinzu, dass er sich diesbezüglich auch als Bufdi im Wildpark Hardegsen einbringen konnte. „Zum Beispiel beim neuen Gehegdesign für die Kaninchen.“ Insgesamt habe er die Tierpflege als eine abwechslungsreiche und kreative Tätigkeit erlebt, und dass dazu natürlich auch das Ausmisten und Saubermachen gehört, war für ihn von Anfang an klar.

Henne ist froh, dass er noch dabei sein kann, wenn die Erdmännchen demnächst in das bereits fast fertige neue Gehege einziehen werden.

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