Hardegser Rat vertagt Entwurfsfreigabe

Neubebauung des Areals Drei Kronen: Investor braucht Geduld

+
Modell: Hier ist zu sehen, wie sich die Planer die Gestaltung des Drei-Kronen-Areals vorstellen: Die fünf grünen Gebäude am oberen Rand des Geländes sollen Reihenhäuser darstellen, die anderen drei grünen Gebäude drei Stadthäuser mit jeweils fünf Wohnungen. Das lilafarbene Gebäude ist für Gewerbe gedacht. Das Hardegser Rathaus ist am unteren Bildrand zu sehen.

Hardegsen. Eigentlich wollte die Dawe Hochbau Gmbh aus Göttingen bereits im Frühjahr mit der Vermarktung und im Sommer mit dem Bau der geplanten Immobilien auf dem ehemaligen Drei-Kronen-Areal an der Göttinger Straße in Hardegsen beginnen.

Doch dieser Zeitplan wird sich nach der jüngsten Sitzung des Hardegser Rates wohl erheblich verzögern, denn die eigentlich vorgesehene Freigabe des neuen Entwurfs für die Gestaltung des Bereichs (wir berichteten) wurde am Montagabend auf Antrag der SPD-CDU-Gruppe noch einmal vertagt.

SPD-Fraktions-Chef Hans-Jürgen Scholz begründete dies mit zusätzlichem Beratungsbedarf. Die Mehrheitsgruppe sehe sich derzeit außerstande, den neuen Bebauungsvorschlag objektiv zu beurteilen. „Da brauchen wir jetzt Sachverstand von außen.“

Da das Architekturbüro Albrecht und Weisser, das im Auftrag des Hardegser Rates den ursprünglichen Vorschlag erarbeitet habe, jetzt auch als Planer für den Investor fungiere, könne es in dieser Angelegenheit nicht mehr beratend für den Rat tätig sein, ergänzte Henning Ropeter (CDU).

Bürgermeister Michael Kaiser zeigte sich in der Sitzung verärgert über die Verzögerung und erinnerte daran, dass in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 9. März die jetzt in der Ratssitzung vorgetragenen Bedenken nicht geäußert worden seien. Seiner Ansicht nach sei man eigentlich in allen Gremien übereinstimmend der Meinung gewesen, dass der neue Entwurf erheblich besser sei als der alte.

Die ersten Überlegungen für die Neugestaltung des Drei-Kronen-Areals lägen bereits zwei Jahre zurück, betonte der Verwaltungs-Chef. Nun müsse man endlich zeitnah zu einem Abschluss kommen. Alle Beteiligten hätten in den Startlöchern gestanden, um das Drei-Kronen-Areal neu zu gestalten. Jetzt noch einmal alles infrage zu stellen, berge die Gefahr, „diese gute Adresse zu verbrennen“.

Kein Verständnis für die Vertagung der Entscheidung hatte Ratsherr Harald Block (FBL). Er bewertete das neue Bebauungskonzept als gut, weil es im Gegensatz zum ursprünglichen Entwurf weniger Gewerbefläche vorsehe, was für diesen Standort realistischer sei. Aus Sicht von Rainer Lutter (Hardegsen 21) hatte hingegen der alte Entwurf „Hand und Fuß“. Beim neuen befürchtet er mehr versiegelte Flächen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.