Mal kommt sie, mal nicht: Post in Hettensen bringt Bürger auf die Palme

Wohl etwas zu spät: Da kann man nur hoffen, dass die Hettenser zu Ostern so etwas nicht erleben. Karikatur: Mönkemeyer

Hettensen. Kommt die Post oder kommt sie wieder nicht? Diese Frage hat in den vergangenen Wochen die Menschen in Hettensen tagtäglich beschäftigt.

Denn offensichtlich war die Post damit überfordert, in der Hardegser Ortschaft die Zustellung von Briefen, Päckchen und Paketen zu gewährleisten.

„In einer Woche wurden zum Beispiel ausschließlich Pakete zugestellt“, berichtet Ortsbürgermeister Rainer Glahe. „Auf meine Nachfrage an den Postboten, wo denn die Briefpost bleibe, erhielt ich die Antwort, dass dafür im Moment keine Zeit sei. Am nächsten Tag fand ich dann einen Stapel von neun Briefen in meinem Briefkasten.“

Post im falschen Briefkasten 

Auch andere Einwohner können über Kuriositäten im Zusammenhang mit der Postzustellung im Ort erzählen. Hartwig Nolte berichtet zum Beispiel: „Unsere Post ist im Briefkasten bei der Familie Seebode gelandet. Carola Seebode hat uns diese dann zugestellt.“ Im eigenen Briefkasten habe er hingegen Post gefunden, die an einen Empfänger in Hardegsen adressiert war. Er habe die Post dann dem Briefträger persönlich überreicht und auf die fehlerhafte Zusendung hingewiesen - mit der Folge, dass er denselben Brief am nächsten Tag wieder in seinem Briefkasten fand.

Personal überfordert 

„Man muss der Post den Vorwurf machen, dass sie zum Teil Leute einsetzt, die sich überhaupt nicht auskennen“, macht Hans-Dieter Unfried seinem Ärger Luft. Er berichtet, dass sein Sohn auf eine wichtige Nachricht aus Kassel vergeblich gewartet hat. Die sei am 25. November zwar dort abgeschickt, aber bislang noch nicht zugestellt worden.

Auch Sven Möhlke fragt sich, wie viele Briefe wohl schon verschütt gegangen sind und kritisiert die aus seiner Sicht chaotische Postzustellung in Hettensen. Er hat beobachtet, dass das Postauto im Laufe eines Vormittags dreimal die Friwoler Straße angefahren hat, um jeweils nur einen Haushalt zu bedienen, während er selbst vergeblich wartete und seine Post erst nach drei Beschwerden zugestellt wurde: sieben Briefe auf einen Streich.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass die eingesetzten Zusteller überfordert waren, liefert Inke Kreitz, bei der ein Paket zugestellt werden sollte. Da sie nach dem Klingeln nicht sofort an der Tür war, hatte der Zusteller die Sendung bereits in seinem Eingabegerät als nicht zugestellt registriert, als sie an der Tür erschien. Statt das Paket auszuhändigen, bat der Zusteller darum, die Sendung in Hardegsen abzuholen, da er nicht in der Lage war, den bereits eingegebenen Status der Sendung zu ändern.

Viele Hettenser haben sich inzwischen mehrfach bei der Post über die mangelhafte Zustellung beschwert, und die hat offensichtlich reagiert und inzwischen neue Zusteller eingesetzt.

„Im Moment sind wir guter Hoffnung, dass sich das Ganze normalisiert“, beschreibt Ortsbürgermeister Rainer Glahe die aktuelle Situation. „Aber man soll ja nicht den Tag vor dem Abend loben.“

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