Landkreis: Ansteckungen außerhalb der Schule

Chorprobe war nicht schuld am Corona-Ausbruch in der Grundschule Hardegsen

Kinderhand bei einem Coronatest
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Symboldbild Corona-Test für Kinder

Der Landkreis Northeim hat das Infektionsgeschehen an der Grundschule Hardegsen neu bewertet.

Hardegsen – Zwischen den Proben des Kinderchores Cantus Cordis und dem Corona-Ausbruch an der Grundschule Hardegsen gibt es keinen Zusammenhang.

Das hat Dr. Gerhard Ropeter, 2. Vorsitzender der Singakademie Hardegsen mitgeteilt. Er weist eine entsprechende, von der HNA dazu zitierte Aussage des Landkreises Northeim als falsch zurück.

Vielmehr habe das Gesundheitsamt der Chorleitung am 13. November mitgeteilt, dass sich nur ein weiteres Kind im Chor angesteckt habe, nachdem am 8. November ein Schulkind, das auch dem Chor angehöre, positiv getestet worden sei, so Ropeter. Weiter habe der Landkreis ausgeführt, dass der weiteren Teilnahme der gesunden, negativ getesteten Kinder an den Chorproben nichts entgegen stehe.

Das hat der Landkreis auf HNA-Anfrage bestätigt. Die Proben des Hardegser Kinderchores seien nicht ursächlich für das Infektionsgeschehen an der Grundschule Hardegsen, teilt die Kreisverwaltung mit, nachdem seitens des Landkreises in der vergangenen Woche in einer Pressemitteilung zu dem Thema noch ein Zusammenhang gesehen wurde.

Nach aktuellen Erkenntnissen des Gesundheitsamtes seien die gehäuften Coronainfektionen an der Hardegser Grundschule auf verschiedene Infektionsherde zurückzuführen, so die Kreisverwaltung. Überwiegend hätten die Ansteckungen außerhalb der Schule stattgefunden.

Der Infektionsschutz werde von Seiten der Schulleitung altersgerecht und konsequent umgesetzt, und das Hygienekonzept der Schule sei gut und wirksam, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. „Es gibt kaum Ansteckungen im Regelunterricht und die Infektionsketten können schnell durchbrochen werden.“

Am ersten Novemberwochenende hätten in der Schule Chorproben der Sing-Akademie Hardegsen stattgefunden, so die Kreisveraltung. Zwei Tage später sei dann bekannt geworden, dass eines der Chorkinder, ohne es zu merken, zum Zeitpunkt der Proben bereits mit Corona infiziert war.

Im weiteren Verlauf habe es einen weiteren Coronafall unter den Chorkindern gegeben. Es gebe aber keinerlei Hinweise darauf, dass weitere Infektionen mit den Proben in Zusammenhang stehen.

Nach Auffassung des Landkreises spiegeln die aufgetretenen Fälle vielmehr „das allgemein zunehmende Infektionsgeschehen in und um Hardegsen“ wider. (Niko Mönkemeyer)

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