Mehrheit für gemeindliches Einvernehmen in Sachen Bauprojekt Hinterstraße

Hardegser Rat sagt Ja zum Mehrfamilienhaus

Dieses Modell zeigt, wie es künftig an der Hinterstraße (schwarz gekennzeichnet) aussehen könnte. In der Bildmitte ist das geplante Gebäude zu sehen.
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Dieses Modell zeigt, wie es künftig an der Hinterstraße (schwarz gekennzeichnet) aussehen könnte. In der Bildmitte ist das geplante Gebäude zu sehen.

Das geplante Mehrfamilienhaus war Thema einer Sondersitzung des Hardegser Rates

Hardegsen – Der Rat der Stadt Hardegsen hat in seiner Sitzung am Montagabend mehrheitlich das sogenannte „gemeindliche Einvernehmen“ für den umstrittenen Bau eines Mehrfamilienhauses an der Hinterstraße (wir berichteten) erteilt.

Anwohner hatten in der Sitzung noch einmal ihre Vorbehalte gegen das Bauprojekt deutlich gemacht und unter anderem die Höhe des geplanten Gebäudes und die angespannte Parkraumsituation im Bereich der Hinterstraße, auch „Klein Frankreich“ genannt, als Argumente gegen den Bau genannt.

Bürgermeister Michael Kaiser betonte in der Sitzung erneut, dass nicht die Stadt Hardegsen, sondern der Landkreis Northeim als Bauaufsichtsbehörde für die Genehmigung des Projektes zuständig sei und dass bei der Bewertung lediglich die Frage zu erörtern gewesen sei, ob sich das geplante Gebäude in die vorhandene Bebauung einfüge oder nicht. Der Landkreis sei dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinerlei Einwände gegen das Bauvorhaben gebe – weder im Hinblick auf die denkmalgeschützten Häuser in der Hinterstraße noch auf die Höhe des geplanten Gebäudes.

„Die Parkplatzsituation war überhaupt nicht Gegenstand der Prüfung“, sagte Kaiser und wies darauf hin, dass die Planer ebenso wie bei den Bauprojekten am Lindenplatz und auf dem ehemaligen Drei-Kronen-Areal pro Wohneinheit auf dem Grundstück 1,5 Parkplätze vorgesehen hätten, wobei die aktuelle Regelung hier 0,5 bis 2 Parkplätze vorschreibe. „Insofern haben die Planer hier alles richtig gemacht“, findet Kaiser. Die angespannte Parksituation in der Hinterstraße sei der Tatsache geschuldet, dass die Anlieger dort parken, weil sie größtenteils keine Möglichkeit hätten, auf dem eigenen Grundstück ihre Autos abzustellen. „Das kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen, aber dass sie jetzt ein Bauvorhaben kritisieren, das eigene Parkplätze auf dem Grundstück vorsieht, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Das gelte im Übrigen auch für die Kritik seitens der FBL hinsichtlich der Vorbereitungen für die geplante Parkraum-Planungskommission, die sich mit der Parkplatzsituation in der gesamten Innenstadt beschäftigen soll (wir berichteten).

„Die Einrichtung dieser Kommission ist ein Vorschlag des Bürgermeisters und nicht der FBL-Ratsgruppe“, ging Kaiser auf die von Ratsherr Volkmar Paul formulierte Forderung ein, die Kommission müsse noch in dieser Ratsperiode ihre Arbeit aufnehmen.

Es sei zu bedauern, dass Paul sich nicht direkt an ihn gewendet hat, um den aktuellen Sachstand zu erfragen, so Kaiser. Den Vorschlag Pauls, entlang der Straße „Schmiedewiese“ am Rathaus gegenüber der Hausnummer 2 öffentliche Parkplätze zu schaffen, bezeichnet Kaiser als „Schnellschuss“, weil dieser Bereich nach den Zielen zur Stadtsanierung als öffentlicher Platz vorgesehen sei und eine Änderung möglicherweise Rückzahlungen von Fördergeldern zur Folge hätte.

Die Kommission wird sich laut Kaiser noch in dieser Ratsperiode erstmals treffen.

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