Spenden und Eigenleistung machten es möglich

Sanierung des ehemaligen Pfarrhauses in Gladebeck ist abgeschlossen

An der Rückseite des ehemaligen Pfarrhauses: (von links) Kindergartenleiterin Manuela Cordova-Lehmann, stellvertretender Ortsbürgermeister Wilfried Becker, Volksbank-Mitarbeiter Ottmar Drescher, der Vorsitzende des Verschönerungs- und Heimatvereins, Stefan Bense und der Vorstand der Volksbank Solling, Daniel Scholz.
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An der Rückseite des ehemaligen Pfarrhauses: (von links) Kindergartenleiterin Manuela Cordova-Lehmann, stellvertretender Ortsbürgermeister Wilfried Becker, Volksbank-Mitarbeiter Ottmar Drescher, der Vorsitzende des Verschönerungs- und Heimatvereins, Stefan Bense und der Vorstand der Volksbank Solling, Daniel Scholz.

Die Sanierung des ehemaligen Pfarrhauses in Gladebeck ist abgeschlossen, nachdem auch die erforderliche Fluchttreppe installiert wurde.

Gladebeck – Die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland hat die Kernsanierung des denkmalgeschützten, ehemaligen Pfarrhauses mit 25.200 Euro unterstützt. Die örtliche Volksbank Solling legte auf die Summe 2800 Euro aus Eigenmitteln drauf, sodass 28.000 Euro zusammenkamen. „Damit konnten wir die vorgeschriebene Fluchttreppe für das Obergeschoss als zweiten Rettungsweg finanzieren. Diese Kosten hatten wir in unserer Kalkulation nicht drin“, freute sich der Vorsitzende des Verschönerungs- und Heimatvereins Gladebeck, Stefan Bense, bei der Vorstellung des nunmehr sanierten Hauses. Dank des Zuschusses ging die jedoch Rechnung des Vereins auf.

Er hatte sich für den Erhalt des Hauses für das 1200 Einwohner zählende Dorf stark gemacht. Bense: „Wenn es verkauft worden wäre, wäre es weg gewesen.“ Rund 400.000 Euro stecken in dem Gebäude und Eigenleistungen von rund 130 ehrenamtlichen Helfern. Ihre Stunden summieren sich auf die Zahl von 3500, sagte Bense weiter. Die Bauzeit betrug rund ein Jahr. Das Haus auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Areal dient jetzt als Mehrfunktionsgebäude. Im Obergeschoss ist ein städtischer Kindergarten mit zwei Gruppen für jeweils 25 Kinder untergebracht. Die Fluchttreppe wurde schon eifrig als Zugang in diesen Corona-Zeiten genutzt, um das Bringen und Abholen der Kinder zu entzerren. Außerdem gab es schon einen Fehleralarm, berichtet Kindergartenleiter Manuela Cordova-Lehmann. „Wir waren ganz schnell draußen.“

Im Erdgeschoss nutzt die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde weiter Räumlichkeiten für die Gemeindearbeit. Die Kirche bleibt auch Eigentümerin der Liegenschaft. Das I-Tüpfelchen fehlt allerdings noch. „Wir haben wegen der Coronapandemie noch keine Einweihung feiern können“, bedauert Stefan Bense, der mit seinen Mitstreitern sich mit dem Projekt manche schlaflose Nächte eingehandelt hat, wie er freimütig einräumt. Er wünscht sich, dass das Haus und das Gelände neben der 450 Jahre alten Kastanie jetzt von möglichst vielen Menschen genutzt wird. Gedacht sind unter anderen an Kurse, Feiern, Chorproben und anderes mehr: „Vom Dorf fürs Dorf.“

Unterdessen werden schon wieder Pläne geschmiedet. Auch die Scheune und das alte Backhaus auf dem Gelände sollen noch erneuert werden.

Demnächst wird ein Defibrillator im Haus aufgehängt, kündigte der stellvertretende Ortsbürgermeister Wilfried Becker an. (Hans-Peter Niesen)

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