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Sky du Mont besichtigt Milchviehhof im Landkreis Northeim

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Von: Niko Mönkemeyer

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Schauspieler Sky du Mont lässt sich von Marianne und Frank Ahrens erklären, wie ihr Milchviehbetrieb in Lichtenborn funktioniert.
Schauspieler Sky du Mont (links) lässt sich von Marianne und Frank Ahrens erklären, wie ihr Milchviehbetrieb in Lichtenborn funktioniert. © Roland Schrader

Nach Kritik: Schauspieler Sky du Mont informierte sich über Milchviehhaltung in Lichtenborn.

Lichtenborn – „Ich habe mit meiner Äußerung leider eine ganz Branche, die hart arbeitet, in ein schlechtes Licht gerückt, und das tut mir leid.“

Mit diesen Worten entschuldigte sich Schauspieler Sky du Mont bei seinem Besuch auf dem Milchviehhof von Frank und Marianne Ahrens in Lichtenborn noch einmal für seine vor einigen Wochen in der NDR-Talkshow „3 nach neun“ geäußerte Kritik zum angeblich tierquälerischen Umgang mit Kühen und Kälbern in deutschen Milchviehbetrieben.

Du Mont räumte ein, bei seiner Äußerung in der Talkshow Bilder vor Augen gehabt zu haben, die es so sicherlich in Deutschland und vermutlich auch in der gesamten westlichen Welt nicht gebe. Insofern könne er die Verärgerung der Landwirte gut verstehen. „Ich habe alle E-Mails, die mich dazu erreicht haben, persönlich beantwortet.“

Die Einladung des Kreisbauernverbandes Northeim-Osterode, vor Ort einmal einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Milchviehbetriebes zu werfen, habe er gern angenommen, so du Mont. „Das war für mich wichtig.“ So habe er Kühe gesehen, denen es offensichtlich gut gehe – und Kälber, von denen er am liebsten eins mit nach Hause genommen hätte. Für Fotos, auf denen er beim direkten Kontakt mit den Tieren zu sehen ist, war du Mont allerdings nicht bereit – und er erklärte auch warum: „Solche Bilder, zum Beispiel ich mit einem Kälbchen und einer Milchflasche, hätten zwar etwas Süßliches, wären aber aus meiner Sicht billig – und an diesem Tag gibt es nichts Billiges.“ Hier sei es darum gegangen, zu zeigen, wie wirklich auf einem Milchviehbetrieb gearbeitet werde, und das nehme er mit.

„Das war ein durchweg positiver Termin“, sagt Anastasia Schulz vom Geschäftsführenden Vorstand des Kreisbauernverbandes Landvolk Northeim-Osterode. „Die Bereitschaft von Herrn du Mont, seinen Fehler einzugestehen, verdient Respekt, und wir rechnen ihm hoch an, dass er ganz allein nach Lichtenborn gekommen ist, um sich der Kritik zu stellen, ohne genau zu wissen, was ihn hier erwartet.“

Man habe deutlich gemerkt, dass es ihm eine Herzensangelegenheit gewesen sei, sich informieren zu lassen, ergänzt Landwirt Frank Ahrens, und verrät, dass er im Anschluss an die Besichtigung mit dem Schauspieler noch eine Runde auf dem Trecker gedreht habe, bei der die beiden das nette Gespräch fortgesetzt hätten. (Niko Mönkemeyer)

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