Parteien bewerten die Ratswahl

SPD und FDP sind die Gewinner in Hardegsen

Torten und Balkengrafik Wahlergebnis
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Die Sitzverteilung im Hardegser Stadtrat.

Die SPD und die FDP können sich über das Wahlergebnis in Hardegsen freuen.

Hardegsen – Mit der Rückkehr der FDP in den Hardegser Rat ist das Stadtparlament der Eselstadt noch bunter geworden. Auch wenn die SPD mit 36,8 Prozent ihr Ergebnis um 5,9 Prozentpunkte verbessern und einen Sitz hinzugewinnen konnte, wird sie als stärkste Kraft auf die Zusammenarbeit mit einer der anderen sechs Parteien oder Wählergemeinschaften angewiesen sein.

SPD

Laut Annett Naumann, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Hardegsen, sind die Sozialdemokraten mit dem Ergebnis der Ratswahl sehr zufrieden. „Die bisherige Zusammenarbeit mit der CDU in der laufenden Ratsperiode war sehr gut, aber wir werden natürlich auch mit anderen über eine mögliche Zusammenarbeit reden“, kündigt Naumann an. Besonders froh sei man über das Ergebnis der Bürgermeisterwahl. „Der große Zuspruch für Lars Gunnar Gärner hat sicher auch zum guten Ergebnis der gesamten Partei beigetragen“, meint Naumann.

CDU

Mit 17,5 Prozent der Stimmen büßten die Hardegser Christdemokraten im Vergleich zu 2016 mehr als 10 Prozent ein. Sie werden im neuen Rat nur noch mit drei Sitzen vertreten sein. „Das Ergebnis war voraussehbar, nachdem sich Mitglieder der CDU Hardegsen aus der Kommunalpolitik zurückgezogen oder das politische Lager gewechselt haben“, sagt Vorsitzende Elisabeth Behrens.

FBL

„Wir hatten uns natürlich ein besseres Ergebnis erhofft, aber angesichts der Tatsache, dass die FDP diesmal selbst angetreten ist und nicht bei uns mitgemacht hat, können wir eigentlich zufrieden sein“, kommentierte FBL-Sprecher Patrick Korengel das Abschneiden der Freien Bürger Liste. Vom Ausgang der Bürgermeisterwahl sei die FBL allerdings schon sehr enttäuscht. „Wir hätten uns gewünscht, dass es etwas spannender gewesen wäre, denn dieses Ergebnis war schon eine Klatsche für uns“, so Korengel. „Aber wir müssen das sportlich nehmen.“

FDP

Hoch zufrieden ist Thomas Spangenberg, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Hardegsen-Uslar-Bodenfelde, mit dem Ergebnis der Hardegser Ratswahl, denn die Liberalen sicherten sich mit 13,7 Prozent der Stimmen drei Sitze im neuen Rat. Spangenberg kündigte an, mit allen anderen Parteien über eine mögliche Zusammenarbeit zu reden.

Hardegsen 21

Frank Wiese, Sprecher von Hardegsen 21, ist mit dem Ergebnis der Ratswahl zufrieden. „Es ist zwar schade, dass wir ein paar Prozentpunkte verloren haben, aber wir freuen uns, dass wir trotzdem wieder zwei Sitze erreichen konnten“, sagt er. Mit der Partei Die Linke habe man bereits vor der Wahl schon vereinbart, erneut im Rat zusammenzuarbeiten.

Die Linke

Kurt Schumacher, Sprecher und Kandidat der Partei Die Linke freut sich, dass er auch dem neuen Hardegser Rat angehören wird. „Ich werde wieder mit Hardegsen 21 zusammenarbeiten und auch mit dem Ratsherrn der Grünen darüber sprechen.“.

Bündnis 90/Die Grünen

Markus Riehm, der für die Grünen in den neuen Rat einziehen wird, freut sich, dass seine Partei zumindest mit einem Sitz wieder dort vertreten ist. Gesprächen mit der Linken und Hardegsen 21 über eine mögliche Zusammenarbeit steht er positiv gegenüber.

In den neuen Hardegser Rat wurden gewählt:

SPD: (7 Sitze) Hans-Jürgen Scholz (598 Stimmen), Eckhard Hübner (450), Kornelia Hänsel (336), Torsten Henne (267), Sandro Wolff (176), Claudia Fitzenreiter-Denk (151) und Norbert Müller (143).

CDU: (3 Sitze) Henning Ropeter (389), Frank Ahrens (274) und Elisabeth Behrens (227).

FDP: (3 Sitze): Gerrit Korengel (373), Thomas Spangenberg (216) und Alena Kügler (90).

Grüne: Markus Riehm (289).

Die Linke (1 Sitz) Kurt Schumacher (186)

FBL: (3 Sitze) Lothar Becker (672), Harald Block (277) und Patrick Korengel (236).

Hardegsen 21 (2 Sitze): Holle Nielebock (208) und Frank Wiese (119).

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