Rat reagiert auf Beschwerden

Stadt Hardegsen gegen weitere Großwindräder bei Lichtenborn

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Lichtenborn im Landkreis Northeim erhält keine weiteren Windräder

Nach Ablauf der genehmigten Nutzungsdauer für die 2017 in Betrieb genommene 200 Meter hohe Windkraftanlage soll in der Hardegser Ortschaft Lichtenborn im Rahmen des sogenannten Repowerings kein neues Windrad gebaut werden dürfen.

Das hat der Rat der Stadt Hardegsen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, nachdem es in Lichtenborn zunehmend Beschwerden gegeben hatte.

Dieser Sachverhalt soll zusammen mit den Zwischenergebnissen des bisherigen Verfahrens zur Ausweisung von Windvorranggebieten dem Landkreis als Planungsgrundlage zur Verfügung gestellt werden, mit dem Ziel, diese bei den künftigen Planungen zu berücksichtigen.

Bereits im März hatte der Rat entschieden, dass die Stadt Hardegsen ihre Planungshoheit in Sachen Windkraft an den Landkreis abgeben und ebenso wie viele andere Kommunen der Kooperationsvereinbarung beitreten wird. Mit der aktuellen Entscheidung, die 15. Änderung des Flächennutzungsplans nicht weiter fortzuführen, wurde ein Beschluss des Hardegser Rates aus dem Jahr 2012 aufgehoben. 

Der sah die Aktualisierung des bisherigen Plans vor, um ihn für eine eventuelle gerichtliche Überprüfung in Sachen Windkraft rechtssicher zu gestalten. Im Rahmen des Verfahrens wurden schließlich zwei Potenzialflächen nördlich von Hevensen und südöstlich von Gladebeck mit insgesamt 71,63 Hektar ermittelt.

Nachdem der Landkreis im Zusammenhang mit den Planungen für den interkommunalen Windpark Wolbrechtshausen-Hevensen erklärt hatte, dass das 62,7 Hektar große Areal bei Hevensen nicht genehmigungsfähig ist (wir berichteten), hätte die Stadt Hardegsen ihre Planungen mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand grundlegend überarbeiten müssen. Angesichts der Tatsache, dass der Landkreis verpflichtet ist, die Windenergie auf der Ebene der regionalen Raumordnung zu planen, sah man im Hardegser Rathaus schließlich keine Gründe mehr, an den eigenen Planungen festzuhalten. 

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