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Stadt Hardegsen plant zweite Krippe in Gladebeck

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Von: Niko Mönkemeyer

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Kindergartengebäude mit Freigelände im Vordergrund
Im alten Kindergartenstandort an der Brandesstraße soll in Gladebeck eine weitere Krippengruppe mit zehn Plätzen entstehen. © Roland Schrader

Die Stadt Hardegsen will ihr Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder erweitern.

Hardegsen/Gladebeck – Die Stadt Hardegsen wird eine weitere Krippengruppe mit zehn Plätzen einrichten. In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Stadt für einen entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung einstimmig grünes Licht gegeben.

Vorgesehen ist, die neue Gruppe am Standort „Brandesbreite“ der Kindertagesstätte Gladebeck unterzubringen und im Stellenplan ab 2023 dafür vier Erzieherinnenstellen auszuweisen.

Die Bau- und Anschaffungskosten werden mit rund 30 000 Euro beziffert und sollen im Haushalt 2023 eingestellt werden.

Hintergrund für die Entscheidung ist, dass die Stadt Hardegsen derzeit nicht allen Kindern im Alter von ein bis drei Jahren einen entsprechenden Krippenplatz anbieten kann.

Zum Teil könne die Nachfrage zwar durch die Betreuung bei Tagesmüttern befriedigt werden, erklärte Klaus Kandziora, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, Soziales und Ordnung. Das sei aber nicht ausreichend, sodass weiterhin Kinder unversorgt blieben.

Nachdem die Kindergartengruppe im März 2020 in das „Alte Pfarrhaus“ umgezogen ist (wir berichteten) befindet sich in der der Einrichtung an der Brandesstraße derzeit lediglich eine Krippengruppe mit 15 Kindern, sodass aufgrund der vorhandenen Räumlichkeiten und der Größe des Außengeländes eine weitere Gruppe eingerichtet werden könnte.

Dafür sind allerdings noch Umbauarbeiten wie der Einbau von Brandschutztüren (10 000 Euro) und der Umbau des Waschraums (einschließlich Waschmaschine und Trockner 8000 Euro) erforderlich. Darüber hinaus sollen für 12 000 Euro neue Einrichtungsgegenstände angeschafft werden.

Als problematisch wird sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels nach Einschätzung der Verwaltung die Suche nach geeignetem Personal erweisen, denn nach dem neuen Kindertagesstättengesetz gilt die Einrichtung an der Brandesstraße dann nicht mehr als Außenstelle, sondern als eigenständig und muss daher über eine eigene Leitung verfügen. Insgesamt werden drei neue Erzieherinnen und eine Vertretungskraft benötigt. (Niko Mönkemeyer)

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