Neujahrsempfang in Hardegsen

Stadt startet mit 300 Gästen ins neue Jahr

Debüt geglückt: Die Mädchentanzgruppe „Das Glückspilz-Risotto“ hatte beim Neujahrsempfang ihren ersten Auftritt und ernte viel Applaus.

Hardegsen. „Glück" war das Thema des Neujahrsempfangs der Stadt Hardegsen: Beim Betreten des Muthauses begrüßte Bürgermeister Michael Kaiser die 300 Gäste zusammen mit vier Schornsteinfegern.

Die Bezirksschornsteinfeger Jürgen Hennecke (Schlarpe), Steffen Püster (Nörten-Hardenberg) und Walter Keup (Northeim) sowie der Auszubildende Jo Salzmann (Hardegsen) verteilten Glückskekse.

„Laut einer Langzeitstudie der Harvard University ist die Bindung zu anderen Menschen schlicht das Wichtigste“, sagte Michael Kaiser und ergänzte: „Schauen Sie nach links und rechts und Sie werden feststellen, dass der Weg zum Glück nicht weit ist.“

Der Bürgermeister im Glück: Die Schornsteinfeger (von links) Jo Salzmann, Jürgen Hennecke, Steffen Püster und Walter Keup nahmen Michael Kaiser beim Empfang in ihre Mitte. Das Muthaus platzte mit 300 Gästen fast aus allen Nähten. Fotos: Schrader

Der Bürgermeister ließ das vergangene Jahr Revue passieren und gab einen Ausblick auf 2015. „Der Gesamtschuldenstand wird sinken“, prognostizierte Kaiser. Der Haushalt werde dank eines guten Steueraufkommens ausgeglichen und Steuererhöhungen vermieden. Nur die Pro-Kopf-Verschuldung steige wegen der sinkenden Einwohnerzahl um 18 Euro. Der Spielraum bei Investitionen sei gering, so dass beispielsweise wichtige Sanierungen nicht oder nur eingeschränkt erfolgen.

Viel und „gut angelegtes“ Geld fließe in Kindertagesstätten (940.000 Euro). Eine stärkere Beteiligung des Landkreises als Aufgabenträger der Kinder- und Jugendhilfe wäre wünschenswert. Auch für die Grundschulsanierung, für einen neuen Wasserhochbehälter (Lichtenborn), für eine Aussichtsplattform im Wildpark und für ein Tragkraftspritzenfahrzeug (Trögen-Üssinghausen) werde Geld ausgegeben. Die Innenstadtsanierung im Bereich des „Drei-Kronen-Areals“ werde ebenfalls fortgesetzt. Für Kultur, Wirtschaftsförderung und Tourismus werde in der Verwaltung ein neuer Aufgabenbereich geschaffen.

Kaiser lobte die Gladebecker für ihr Engagement zur Festvorbereitung der 1000-Jahr-Feier. Da in grundlegenden Urkunde auch Hardegsen erwähnt werde, wird auch die Kernstadt dieses Jubiläum im September feiern. Ein offener Arbeitskreis bereite die Feier vor. Neue Ideen sind noch willkommen.

„Kaum haben wir 600 Jahre Stadt Hardegsen gefeiert, blicken wir schon auf 1000 Jahre“, sagte Gerald Korengel provokant. Der Bauermeister der Kirmesgemeinde Bartshausen wünschte sich von Kaiser gleich viel Stoff für die Kirmes, wie ihn sein Vorgänger Sjuts regelmäßig lieferte. Nach der 100-Tage-Schonfrist werde ihm auf die Finger geschaut. Außerdem würden ihm die Fehler bei der Bartshäuser Kirmes im November aufgezeigt.

Für glückliche Gesichter sorgten die „Schornstein-Fegerinnen“ und die Mädchen-Tanzgruppe „Das Glückspilz-Risotto“. Das Hardegser-Swing-Trio mit Hanns Lecke, Jochen Decker und Lothar Kohn lieferte die passende Hintergrundmusik für Gespräche.

Von Roland Schrader

Neujahrsempfang 2015 in Hardegsen

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