Stadt plant Krippe im Schulungsraum der Feuerwehr Hettensen

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Platz für die neue Krippe: Unser Foto zeigt Kindergartenleiterin Astrid Zettl mit einigen Kindern vor dem städtischen Gebäude in Hettensen. Die Krippe soll im Erdgeschoss eingerichtet werden, wo sich derzeit der Schulungsraum der Ortsfeuerwehr befindet.

Hettensen. Im bisherigen Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Hettensen soll eine neue Krippe für bis zu 15 Kindern entstehen. Dafür hat sich der Ausschuss für Familien, Jugend und Senioren des Hardegser Rates in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen.

Das Gremium empfahl dem Rat, die Stadtverwaltung damit zu beauftragen, entsprechende Vorplanungen vorzunehmen sowie die Investitionskosten und die Genehmigungsfähigkeit dieses Vorhabens zu prüfen.

Hintergrund für die Überlegungen ist der hohe Bedarf an Krippenplätzen im Hardegser Stadtgebiet ab dem Kindergartenjahr 2017/2018. Derzeit stehen insgesamt in der Kinderkiste Hardegsen, im evangelischen Kindergarten Hardegsen und im städtischen Kindergarten „Rasselbande“ in Gladebeck 55 Krippenplätze zur Verfügung. Darüber hinaus können bis zu 18 weitere Plätze in den sogenannten altersübergreifenden Gruppen in diesen Einrichtungen für Krippenkinder genutzt werden, sodass insgesamt maximal 73 Plätze zur Verfügung stehen. Zum 1. August besteht jedoch darüber hinaus Bedarf für 17 weitere Plätze.

Um schnellstmöglich und kostengünstig den Bedarf decken zu können, hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, diese zusätzlichen Plätze in der Kindertagesstätte Hettensen einzurichten.

„Wir haben das natürlich vorab mit dem Ortsbürgermeister und mit der Feuerwehr abgestimmt“, sagt Bürgermeister Michael Kaiser. „Jetzt muss das Ganze noch detailliert geprüft werden.“ Bei einer ersten Besichtigung zusammen mit dem Ortsbürgermeister sowie dem Ortsbrandmeister und seinem Vertreter sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass in den Räumlichkeiten der Wehr bis zu 15 Krippenplätze eingerichtet werden können.

Ausgleich für die Feuerwehr

„Als Ausgleich müssen wir der Ortsfeuerwehr natürlich andere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, die für Schulungszwecke genutzt werden können“, betont Kaiser. Denkbar sei, Räume im Dachgeschoss des Gebäudes dafür zu nutzen. Allerdings sei vorgesehen, unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit insbesondere für die Altersabteilung der Feuerwehr auch einen kleineren Raum im Erdgeschoss, der bislang vom Kindergarten genutzt wird, zur Verfügung zu stellen.

Kosten stehen noch nicht fest

Zu den voraussichtlichen Kosten hat die Stadtverwaltung noch keine Angaben gemacht. „Klar ist, dass die Nutzungsänderung natürlich mit einem baulichen Aufwand verbunden sein wird“, so Kaiser. Wie groß der finanzielle Aufwand dafür wäre, soll so schnell wie möglich ermittelt werden, wenn der Rat der der Empfehlung des Fachausschusses folgt.

Darüber hinaus seien die Genehmigungsfähigkeit durch die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Northeim und durch die Landesschulbehörde sowie die finanzielle Fördermöglichkeit des Umbaus durch Bundes- und Landeszuschüsse zu klären.

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