Für die weltlichen Bedürfnisse: Ein stilles Örtchen für die Kirche

Da soll es hin: Pastor Bernd Ranke zeigt ein Bild der Harster Kirchentoilette und den Ort hinter der St. Mauritius-Kirche, wo das stille Örtchen gebaut werden soll. Im Hintergrund ist auch die Kirchentür an der Nordseite zu sehen, die wieder geöffnet werden soll. Foto: Schrader

Hardegsen. Für Besucher der Hardegser St.-Mauritius-Kirche, die ein gewisses Bedürfnis haben, sollen lange Wege der Vergangenheit angehören. Die Kirchengemeinde plant den Bau eines Toilettenhauses neben der Kirche.

„Das kleine Gebäude mit Toilette und Wickeltisch soll an der Nordseite des Kirchengrundstücks entstehen und über einen barrierefreien Weg erreichbar sein“, sagte Pastor Bernd Ranke. Ein verschlossener Ausgang zur Stubenstraße soll deshalb wieder geöffnet werden.

„Auslöser für das Projekt war die Planung eines Chortreffens im vergangenen Jahr“, erinnerte sich Ranke. Der Chor wollte zuerst zwischen den Darbietungen eine Pause machen, um Speisen anzubieten. Die Idee für eine Verpflegungspause wurde aber wieder verworfen. Die Veranstaltung hätte sonst zu lange gedauert und wäre für manche Besucher zum Problem geworden, weil es keine Toilette in der Kirche gibt.

Der Kirchenvorstand beschloss, ein stilles Örtchen zu errichten und begann mit den Planungen. Die Idee, die Toilette in der Sakristei zu installieren, wurde schnell wieder verworfen. Stattdessen soll ein kleines Gebäude errichtet werden, ähnlich wie es die Harster Gemeinde bauen ließ.

Ein Großteil der Baukosten von 50.000 Euro sind bereits gedeckt. Der Kirchenkreis bezahlt 25.000 Euro, und das Unternehmen HKS hat 3000 Euro gespendet. Die St.-Mauritius-Stiftung will auch rund 10.000 Euro hinzugeben. Weiteres Geld ist durch Kollekten und Spenden zusammengekommen, so dass noch etwa 5000 Euro offen sind.

Stiftung startet Kampagne

Die St.-Mauritius-Stiftung besteht seit sieben Jahren und unterstützt seitdem die Gemeindearbeit durch Zinseinnahmen aus dem Stiftungskapital. das beträgt aktuell 133 000 Euro. So kann die Gemeindearbeit jährlich mit 4000 Euro unterstützt werden.

Die Stiftung plant zur Erhöhung des Kapitals die Kampagne „100 mal 100“. 100 Spender oder Teams spenden jeweils 100 Euro. So würden 10.000 Euro zusammenkommen. Durch die Bonifizierung der Landeskirche, die jede Spende für eine Stiftung um ein Drittel erhöhen will, wären das 13 333,33 Euro. (zsv)

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