Tötungsdelikt in Hardegsen: Kommt der Verdächtige bald frei?

Hardegsen. In Hardegsen mehren sich die Gerüchte, dass der 28-Jährige, der vor drei Wochen in Hardegsen seine 23-jährige Ex-Freundin mit mehreren Messerstichen getötet haben soll, eventuell schon nächste Woche wieder auf freien Fuß kommen könnte.

Noch sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Mitte nächster Woche findet vor dem Northeimer Amtsgericht ein sogenannter Haftprüfungstermin statt. Darin werden laut Andreas Buick, Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Gründe für oder gegen eine Weiterführung der Untersuchungshaft erörtert. Ein Richter des Northeimer Gerichts hatte kurz nach der Festnahme den Haftbefehl gegen den 28-Jährigen erlassen.

Gegen eine Fortsetzung könnte zum Beispiel sprechen, dass kein dringender Tatverdacht mehr vorliege oder die Haft „unverhältnismäßig“ sei. Unverhältnismäßig ist eine U-Haft zum Beispiel, wenn von dem Inhaftierten keine Fluchtgefahr ausgeht. Ob der 28-Jährige tatsächlich aus der Haft entlassen werden könnte, dazu wollte sich Buick nicht äußern.

Der Ex-Freund des Opfers soll der 23-Jährigen am Abend des 11. August in der Hardegser Stubenstraße aufgelauert und die junge Frau nach einer Auseinandersetzung mit mehreren Messerstichen schwer verletzt haben. Anwohner hatten die Schreie der Frau gehört und waren ihr zur Hilfe geeilt. Doch die 23-Jährige war noch in der Nacht an ihren schweren Verletzungen verstorben (HNA berichtete). Wenig später hatte die Polizei den 28-Jährigen festgenommen. Der Tatvorwurf lautete Totschlag.

Bis heute ist die Tatwaffe verschwunden, sagte Andreas Buick in dieser Woche. Auch die von der Polizei in Hardegsen verteilten Flugblätter mit der Bitte um weitere Zeugenhinweise hätten keine neuen Erkenntnisse gebracht. Hinweise: Polizei Northeim, Tel. 05551 / 700 50

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Rubriklistenbild: © dpa

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