Unbekannter spritzte in Hardegsen zwei Linden mit Glyphosat tot

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Totgespritzte Linde: Bürgermeister Michael Kaiser (rechts) und Bauhofleiter Dieter Spangenberg deuten auf die Löcher, die der Täter wohl mit einem Akkubohrer in den Stamm gebohrt hat.

Hardegsen. Am Gladebergsweg in Hardegsen ist erneut eine mehr als 20 Jahre alte Linde angebohrt und vermutlich mit dem Unkrautmitteln Glyphosat zu Tode gespritzt worden.

Es ist bereits der zweite Fall innerhalb weniger Monate.

Bauhofleiter Dieter Spangenberg hat daraufhin Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Beamten bitten jetzt unter Tel. 05505 / 2323 um Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen.

Die Vorgehensweise war bei beiden Bäumen gleich. Etwas mehr als eine Handbreit über den Erdboden wurde jeweils an den gegenüberliegenden Seiten vermutlich mit einem Akkuschrauber ein Loch in die Bäume gebohrt und dort hinein das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel injiziert. „Beim ersten Fall haben wir den Baum untersuchen lassen. Dabei wurde das Glyphosat festgestellt“, sagte der Bauhofleiter über den Baumfrevel. Der erste totgespritzte Baum wurde gefällt. Der zweite, der nur noch als blattloses Gerippe an der Straße steht, wird von der Stadt jetzt ebenfalls entfernt.

„Der Schaden beträgt mehrere tausend Euro“, bedauert Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser den Anschlag auf die beiden Bäume. Er kann für die Tat keine Motive erkennen, weil die Bäume niemanden behindert oder beeinträchtigt haben. „Wir werden jetzt über Nachpflanzungen beraten.“

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