Volksbank Solling schließt sechs Filialen

Uslar / Hardegsen. Die Volksbank Solling schließt mehr als die Hälfte ihrer Filialen und zieht damit die Konsequenzen aus dem veränderten Kundenverhalten.

Es bleiben nur die Geschäftsstellen in den großen Orten Uslar, Moringen, Hardegsen und Bodenfelde sowie Harste erhalten.

Wie die Vorstände Dirk Hesse und Daniel Scholz mitteilen, werde es keinen Personalabbau geben. Die Mitarbeiter aus den Filialen, die geschlossen werden, werden in die verbleibenden Standorte umziehen. Derzeit hat die Volksbank Solling 78 Mitarbeiter. Aufgegeben werden die Filialen in Fredelsloh, Gladebeck, Schoningen, Schönhagen, Volpriehausen und Fürstenhagen.

Die Kundenfrequenzen sind nach Angaben von Hesse und Scholz so rückläufig, dass man sich für diesen Schritt entschieden habe. Dafür werden nun eine Telefon-Filiale eingerichtet mit Sitz in Uslar und das Online-Angebot ausgebaut. Speziell auch für ältere Kunden, die das Online-Banking nicht nutzen, sei die Telefon-Filiale gedacht. Und: Volksbank-Mitarbeiter wie Rolf Jessen in Schoningen werde nach der Schließung des bisherigen Standorts künftig in Uslar arbeiten und sich von dort aus um ihre Kunden kümmern.

Die beiden Vorstände betonten, dass der Volksbank die Entscheidung nicht leicht gefallen und das Ganze ein Prozess sei, der sich über mehrere Jahre entwickelt habe, speziell auch mit den Mitarbeitern der zweiten Führungsebene und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat.

Im Endeffekt waren die Fakten für diesen Schritt entscheidend, heißt es. Die Volksbank Solling unternehme diesen Schritt mit der Sicherheit wirtschaftlicher Stärke und bevorzusage lieber einen solchen Einschnitt als eine Salami-Taktik. Und: Eine Fusion komme weiterhin nicht in Frage, hieß es auf Nachfrage beim Vorstand. 

Der zeitplan der Volksbank Solling sieht vor, dass im dritten Quartal dieses Jahres zunächst die Geschäftsstelle Fredelsloh nach Moringen sowie die Geschäftsstelle Gladebeck nach Harste umziehen. Nach Abschluss der umfangreichen Umbaumaßnahmen in der Hauptgeschäftsstelle in Uslar für eine Millionen Euro von April bis September/Oktober sollen im vierten Quartal die Geschäftsstellen Schoningen, Schönhagen, Volpriehausen sowie die Zahlstelle Fürstenhagen nach Uslar umziehen und ihre Kunden in der neu gestalteten Geschäftsstelle betreut werden. Die Volksbank versichert: „Alle bisherigen Kundenberater stehen ihren Kunden auch weiterhin persönlich zur Verfügung.“

Filialen werden verkauft

Die Gebäude, in denen sich die Filialen befinden, sollen verkauft werden, wenn es keine Eigennutzung gibt, heißt es auf Nachfrage. (fsd)

Rubriklistenbild: © Foto: Schneider

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