Weltrekordversuch: Nachtschicht für Kinderchor Cantus Cordis

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Nehmen an einem Weltrekordversuch teil: Der Chor "Cantus Cordis Hardegsen" mit (stehend von links) Dr. Gerhard Ropeter, Carina Heidrich, Laura Heidrich, Greta Sager, Charlotte Bense, Markus Auerbach und Martin Wohlgemuth sowie (kniend von links) Emmy Töws, Lea Fischer und Caroline Bense.

Hardegsen. Bei einem Guinness-Weltrekordversuch in Norwegen ist der Kinderchor Cantus Cordis aus Hardegsen dabei.

Wenn der Kinderchor am frühen Montagmorgen von 1.30 bis 2.30 Uhr im Norwegischen Arendal mit seinem Auftritt in der dortigen Kirche eine Nachtschicht einlegt, hat das einen ganz besonderen Grund: Die sieben Sängerinnen und ein Sänger werden unter der Leitung von Dr. Gerhard Ropeter vom 28. bis 30. März an einem Guiness-Weltrekordversuch teilnehmen.

Die amerikanisch-norwegische Konzertorganistin und Pianistin Nina Irslinger, die im vergangenen Jahr den Hardegser Chor bei dessen Konzertreise durch Norwegen als Pianistin begleitet hatte, will 60 Stunden am Stück musizieren und hat die Hardegser Sänger gebeten, bei dem Orgelmarathon unterstützend mitzuwirken.

Fünf Konzerte 

Die jungen Sänger haben ein großes Programm zu bewältigen. Sie werden an drei Tagen fünf einstündige Konzerte mit der Organistin gestalten und wirken außerdem bei drei Sonderveranstaltungen mit, unter anderem bei der „WWF Earth Hour“ am Samstag, einer weltweiten Aktion für den globalen Klimaschutz, bei der an markanten Orten weltweit für eine Stunde das Licht abgeschaltet wird.

Will 60 Stunden lang Orgel spielen: Nina Irslinger. Foto: Privat/nh

Die Vorbereitungen für diese ganz besondere Konzertreise laufen seit Anfang März auf Hochtouren. Immerhin umfasst das Programm von Cantus Cordis 40 Chorwerke von Bach und Händel über Mendelssohn und Brahms, von deutschen Volksliedern des 19. Jahrhunderts, Volksliedern aus Norwegen und Schweden bis zu internationalen Popsongs. Zeit zum Proben mit der Organistin besteht nicht: Cantus Cordis kann auf einige gemeinsame Werke von der Konzertreise zurückgreifen. Viele Stücke sind jedoch neu.

„Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit während der Konzertreise 2014 sind wir uns aber sicher, dass alles bestens funktionieren wird“, sagt Chorleiter Dr. Gerhard Ropeter. „Um die Kosten und den logistischen Aufwand in Grenzen zu halten, fahren wir mit zehn Personen, die das komplette Programm bewältigen werden.“

Für die jungen Sänger ist nicht der Rekord an sich das Wichtigste, sondern die Freude an der Musik und am gemeinsamen Musizieren mit der Organistin. Übernachten wird die Gruppe in zwei Privathäusern, die dem Chor vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Gekocht und geprobt wird in Räumen unterhalb der Kirche.

Start für die ganz besondere Konzertreise ist am heutigen Freitag. Die Rückkehr ist für Dienstag, 31. März, geplant, und alle Beteiligten sind sich sicher, dass dann der bisherige Dauerorgelrekord gebrochen sein wird.

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