Hardegser Ortschaft Asche ist Bioenergie-Kommune 2019

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Legte 2009 mit der Inbetriebnahme einer Biogasanlage den Grundstein für den Erfolg.

Die Hardegser Ortschaft Asche darf sich ab sofort Bioenergie-Kommune des Jahres 2019 nennen.

Am Dienstag nahm Ortsbürgermeister Tobias Klinge die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung bei der Grünen Woche in Berlin entgegen.

Neben Asche wurden noch zwei weitere Orte als Sieger des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veranstalteten Wettbewerbs prämiert: Mengsberg aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen und Fuchstal-Leeder aus dem Landkreis Landsberg am Lech in Bayern.

Ziel des Wettbewerbs ist es laut Bundeslandwirtschaftsministerium, vorbildliche Bioenergie-Kommunen zu würdigen und gleichzeitig Informationsdefizite und Vorbehalte gegen regionale Konzepte zur Energieversorgung mit Bioenergie abzubauen. Die mit der Erzeugung und Nutzung von Bioenergie und anderen erneuerbaren Energien verbundenen Investitionen schaffe Arbeitsplätze vor Ort und stärke die kommunale Wertschöpfung ganz erheblich, nicht nur durch den Betrieb der Anlagen, sondern auch durch Aufträge für Service und Wartungsarbeiten.

Überzeugt hat die Jury das in Asche umgesetzte Konzept, bei der die Energieversorgung für mehr als 60 Häuser über Biogas-Blockheizkraftwerk-Anlagen und ein Hackschnitzelheizwerk erfolgt und die für die Energiegewinnung eingesetzten Rohstoffe aus der unmittelbaren Umgebung kommen.

Die Wärmeversorgung der Bioenergie Asche eG wird mit Bioenergie und Photovoltaik-Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert. Seinen Wärmebedarf deckt das Dorf zu 75 Prozent und seinen Strombedarf zu 333 Prozent aus Biomasse. Der Überschuss wird ins Stromnetz eingespeist. 5 Prozent des Wärmebedarfs und 32 Prozent des Strombedarfs stammen aus Solarthermie und Photovoltaik.

Mit der Inbetriebnahme einer Biogasanlage legte Walter Klinge im Jahr 2009 den Grundstein für das in Asche aufgebaute Nahwärmenetz, das 2012 von der Genossenschaft Bioenergiedorf in Betrieb genommen wurde und das mehr als 60 Häuser im Ort versorgt.

Von ihm stammt auch der Vorschlag, dass sich der Arbeitskreis „Wir für Asche“, in dem sich die Einwohner des Dorfs für die Ortschaft engagieren, an dem Wettbewerb beteiligt.

Tobias KlingeOrtsbürgermeister Asche

„Da hat mein Vater wieder mal eine gute Idee gehabt“, kommentierte Ortsbürgermeister Tobias Klinge am Mittwoch den Erfolg. „Wie wir das Preisgeld für den weiteren Ausbau der Bioenergie in Asche verwenden werden, steht noch nicht fest. Möglicherweise für den Bau einer Stromtankstelle.“ Foto: R.Scharder

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