Hardegser stellt preisgekrönte Sammlung zur Postgeschichte vor

Lebenswerk: Dietrich Schmidt hat in den vergangenen Jahrzehnten die Geschichte der Post in Hardegsen zusammengetragen und aufgearbeitet. Einen Teil stellt er während der 1000-Jahr-Feier im Burgstall aus. Foto: Schrader

Hardegsen. Der Hardegser Briefmarkensammler Dietrich Schmidt wird bei der 1000-Jahr-Feier der Stadt im September seine preisgekrönte Sammlung zur Postgeschichte der Stadt zeigen.

Sie wird während der Feier von 26. bis 27. September im Burgstall zu sehen sein.

Wie ein Puzzle setzte der ehemalige langjährige Vorsitzende des Vereins Hardegser Münz- und Briefmarkenfreunde eine postalische Ausstellungs-Sammlung des Amtes und der Stadt Hardegsen von 1680 bis heute zusammen. Enthalten sind die heute zu Hardegsen gehörenden elf Ortschaften und die Bahnpost sowie die Ansichtskarten des Gesammtgebiets: Seit 1975 hat er unzählige Privat- und Geschäftsbriefe zuhause und auf seiner Arbeitsstelle gesammelt, bot bei Auktionen mit, sichtete Dachbodenfunde und informierte sich bei der Postverwaltung in Hannover.

Die Geschichte der Post in der Stadt am Sollingrand ist an Daten festgemacht wie beispielsweise der Eröffnung der ersten Post-Spedition (1753), der Errichtung der Sammelstellen auf den Dörfern rund um Hardegsen (ab 1860) und der Eröffnung der Postagentur im Rewe-Markt im Jahr 1999.

Die alten, per Post beförderten Briefe sowie Geschichten und Fotos über die Poststellen in Hardegsen und den Ortschaften hat er in unzähligen Stunden säuberlich auf mittlerweile 1000 Seiten zusammengefasst. Diese sind in unzähligen Ordnern in seinem Regal aufbewahrt.

Die Sammlung ist laut Schmidt so aufgebaut, dass sie als Ausstellung gezeigt werden kann. 1984 hat er sie das erste Mal bei einer Briefmarken-Ausstellung auf Regionalebene in Duderstadt präsentiert und Silber erhalten.

Mehrere Gold-Medaillen regional und auf Landesebene folgten. Auch auf Bundesebene in Wuppertal und Hannover präsentierte Dietrich Schmidt seine Postgeschichte und wurde dreimal hoch prämiert.

Die Sammlung geht nach Ansicht des 82-Jährigen weit über den philatelistischen Sektor hinaus. Für ihn ist der Reiz, ein Stück Heimatgeschichte zu bewahren und zu überliefern.

Die Hardegser Münz- und Briefmarkenfreunde mit ihrem Vorsitzenden Horst Hoppe ließen die Sammlung professionell scannen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Interessenten können die Sammlung als Kollektion in drei Bänden - Die Hardegser Postgeschichte, Die Postgeschichte der Dörfer und Ansichtskarten aus Hardegsen und den Ortschaften ab 1890 - kaufen.

Eine Liste wird am 26. und 27. September während der Ausstellung im Burgstall ausgelegt.

Von Roland Schrader

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.