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Harzhorn-Funde: Gemeinde will Museum

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Oldenrode. Wenn es nach den Kommunalpolitikern aus dem Alten Amt geht, muss es in der Gemeinde Kalefeld ein Museum für die Funde vom römisch-germanischen Schlachtfeld am Harzhorn geben.

Bürgermeister Edgar Martin hat auch schon einen konkreten Vorschlag: Eine solche Ausstellung könnte ihren Platz im Glockenhaus in Oldenrode finden.

Mehr zum Schlachtfeld im Regiowiki

Diese Variante brachte der Altämter Verwaltungschef am Montag während der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Wirtschaft ins Gespräch. Aus Sicht von Martin kann es einfach nicht sein, dass ein Schlachtfeld in der Gemeinde entdeckt wird und dann die Funde nur in einer anderen Kommune zu sehen sind. Er habe derzeit das Gefühl, dass dem Alten Amt die Funde weggenommen werden sollen, ergänzte Martin. „Ob eine Klima-Vitrine für die Funde in Hannover oder im Glockenhaus in Oldenrode steht, ist egal.“

Konkreter Ansatz

Es gibt auch einen konkreten Ansatz, die Funde in der Gemeinde Kalefeld präsentieren zu können. Laut Verwaltung steht das Recht an den Fundstücken zur Hälfte dem Grundstückseigentümer zu, auf dessen Eigentum sie geborgen wurden. Grundstückseigentümer der Fläche, die zum Gebiet der Gemeinde Kalefeld gehört, ist laut Sachbericht der Gemeindeverwaltung Freiherr von Oldershausen.

„Wir sollten uns Gedanken über einen geeigneten Ort und über die Art der Präsentation machen“, sagte Philip Freiherr von Oldershausen (CDU), der Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses ist. „Das, was hier gefunden wurde, muss zu einem Teil hier bleiben“, verlangte Freiherr von Oldershausen. Das sehen auch die Vertreter der SPD-Fraktion im Ausschuss so.

Das Glockenhaus in Oldenrode wurde laut Internetauftritt der Gemeinde Kalefeld um 1700 erbaut. Bis zu diesem Zeitpunkt hat, vermutlich auf den Grundmauern, auf denen jetzt das Glockenhaus steht, die St. Albani-Kapelle gestanden. Im Turm des Glockenhauses hängt noch heute die Glocke der St.-Albani-Kapelle. Diese Glocke soll aus der Zeit des Pastors Lasius (1639 bis 1675) stammen. Der Turm des Glockenhauses wurde 1900 und 1953 repariert und in seiner ursprünglichen Form leicht verändert. (bsc)

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