Feuerwehr und DRK haben Spenden gesammelt 

Haus in Hillerse ausgebrannt: Gerettetes Hab und Gut passt in sieben Kartons

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Gelebte Hilfsbereitschaft: Die Sammlerinnen und Sammler der Feuerwehr und des Roten Kreuzes haben für das Ehepaar Heiko und Heidi Möhlke (vorne in der Mitte) gesammelt, Vierte und Fünfter von links die DRK-Vorsitzende Kerstin Ellieroth und Ortsbrandmeister Heiko Friedrichs.

Das Haus von Heiko Möhlke in Hillersse ist abgebrannt, die Familie hat fast alles verloren. Das DRK und die Feuerwehr haben Spenden gesammelt, um die Familie zu unterstützen.

Tief bewegt zeigt Heiko Möhlke ein braunes, verschmortes Etwas in einem Plastikbeutel: „Das war unser Lebensretter, einer der Rauchmelder im Haus. Am Morgen nach dem Brand fanden wir ihn, und er blinkte noch.“

Heidi und Heiko Möhlke erzählen im Feuerwehrhaus Hillerse von dem Brand an Pfingstsamstag, der ihr Haus zerstörte. Währenddessen öffnen Mitglieder der Feuerwehr und des Roten Kreuzes die Sammelbüchsen, mit denen sie in Hillerse von Haus zu Haus gegangen sind, um für die Brandgeschädigten zu sammeln. Die Zählung ergibt 2134,31 Euro, die dem gerührten Ehepaar überreicht werden. Heiko Möhlke: „Wir danken allen Spendern und Sammlern von Herzen.“

DRK und Feuerwehr sammelten Spenden

Sieben Feuerwehrmitglieder mit Ortsbrandmeister Heiko Friedrichs an der Spitze und sieben Mitglieder des DRK-Ortsvereins, darunter die Vorsitzende Kerstin Ellieroth, haben gesammelt. „Die Idee entstand sehr schnell, und die Anteilnahme und der Gesprächsbedarf waren groß. Viele haben direkt auf uns gewartet.“ Nicht alle Einwohner wurden angetroffen. Wer noch spenden möchte, kann sich an Friedrichs oder Ellieroth wenden. Sie leiten das Geld dann weiter.

Ein defekter Toaster war für das Feuer verantwortlich, bei dem das ganze Erdgeschoss ausbrannte. Durch den Rauchmelder wurden die Eheleute geweckt und konnten sich und ihre zwei Hunde retten. „Das Obergeschoss war noch intakt, und wir hätten gerne Gegenstände und Kleidung herausgeholt. Aber der Sachverständige hat uns dringend abgeraten und darauf hingewiesen, dass man den Geruch nie herausbekommt.“

Paar lebt derzeit in einem Wohnwagen

Das berufstätige Paar wohnt jetzt in einem Wohnwagen auf ihrem Grundstück und lenkt sich in der Freizeit mit Gartenarbeit ab. „Wir hatten drinnen alles renoviert und müssen jetzt zusehen, wie unser ganzes Leben und die Erinnerungsstücke von der Hochzeit in Container geschmissen werden.“ Was sie behalten konnten, passt in sieben Kartons, davon fünf mit Dokumenten. „Die Wichtigsten werden wir kopieren müssen, denn sie riechen natürlich auch.“

Das Haus sei inzwischen völlig entkernt, nur die Außenwände stehen. „Wir hatten gehofft, Weihnachten wieder einziehen zu können, aber das ist wohl unrealistisch, hat man uns gesagt.“

Mit Tränen in den Augen erzählt Heiko Möhlke, dass der jüngste Hund, der zweijährige Benji, nach dem, Brand so verstört war, dass er aus der Hundepension weglief, in der die Hunde zunächst untergebracht waren. Tag und Nacht habe er nach dem Hund gesucht.

Als sie nach fünf Tagen einen Hinweis bekamen, dass das Tier in einem Waldstück gesehen worden war, breitete Heiko in dem Bereich Benjis Decke aus und legte ein paar von seinen eigenen Socken dazu. Am nächsten Morgen um vier Uhr bekamen sie einen Anruf: Benji würde auf seiner Decke liegen. Sofort haben die Möhlkes ihren vierbeinigen Freund abgeholt, und die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten natürlich riesig. „Benji ist aber immer noch von der Rolle“, ergänzt Heidi Möhlke.  

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