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Reform: Eigentümer aufgepasst - Das ändert sich jetzt

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Von: Olaf Weiss

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Die Berechnung der Grundsteuer ändert sich. Deshalb müssen Immobilienbesitzer in diesem Jahr eine Grundsteuererklärung abgeben.
Die Berechnung der Grundsteuer ändert sich. Deshalb müssen Immobilienbesitzer in diesem Jahr eine Grundsteuererklärung abgeben. © Jens Büttner/dpa

In diesem Jahr steht für Besitzer von Immobilien eine Änderung an. Auch beim Finanzamt im Kreis Northeim müssen in diesem Jahr mehr Unterlagen eingereicht werden.

Northeim – Wer Immobilien besitzt, muss in diesem Jahr eine Grundsteuererklärung abgeben. Daran hat das Finanzamt Northeim-Herzberg erinnert. Hintergrund ist die Grundsteuerreform. Die Erklärung kann ab dem 1. Juli elektronisch eingereicht werden, teilte das Finanzamt mit. Die Frist zur Einreichung ende am 31. Oktober. Demnächst sollen alle Grundstückseigentümer ein Schreiben zur Grundsteuerpflicht erhalten.

Laut Finanzamt werden für die Grundsteuererklärung nur wenige Daten benötigt. Neben der Flächengröße seien Angaben zu (Mit-)Eigentümern zu machen. Wohn- und/oder Nutzflächen müssen ebenfalls angegeben werden. Diese seien in Mietverträgen, Kaufverträgen oder Bauplänen zu finden, so das Finanzamt. Sollten keine Unterlagen mehr vorhanden sein, könnten Eigentümer die Flächen durch Nachmessen ermitteln.

Finanzamt Northeim informiert: Es wird ein kostenloses Programm zur Verfügung gestellt

Die Finanzverwaltung stellt laut Mitteilung mit dem Grundsteuer-Viewer ein kostenfreies Programm im Internet zur Verfügung, aus dem die meisten für die Grundsteuererklärung notwendigen Daten zum Grundstück (Flurstück) ersichtlich sind. Zudem dient er der Erläuterung des Lage-Faktors.

Stichtag für die Wertermittlung ist laut Finanzamt der 1. Januar 2022. Alle Angaben müssen so abgegeben werden, wie sie an diesem Tag vorgelegen haben. Wer an diesem Tag Eigentümer war, ist verpflichtet, eine Erklärung abzugeben, selbst wenn das Grundstück mittlerweile veräußert wurde.

Hintergrund: Bundesverfassungsgericht hat Grundsteuer für Verfassungswidrig erklärt

Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherige Grundsteuer, die sich an Einheitswerten von 1964 (Westen) und 1935 (Osten) orientiert, für verfassungswidrig erklärt. Über die Jahrzehnte hätten sich Immobilienwerte unterschiedlich entwickelt. Niedersachsen hat ein Flächen-Lage-Modell beschlossen. Eigentümer in teuren Wohnlagen müssen sich auf höhere Grundsteuern einstellen.

Alles wichtigen Termine auf einen Blick
Stichtag der Wertermittlung:1. Januar 2022
Enreichen möglich ab:1. Juli 2022
Ende der Frist zur Einreichung:31. Oktober 2022

In günstigeren Gegenden soll die Steuer sinken. Die Summen, die die Städte und Gemeinden mit den Grundsteuern einnehmen, sollen unterm Strich gleich bleiben. Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Seite des Landes Niedersachsen. Der Grundsteuerviewer kann ebenfalls online eingesehen werde. Unter grundsteuerreform.de und elster sind weitere Informationen zum Thema zu finden. (Olaf Weiss)

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